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Kommunalwahl : Nur noch 23 Direktmandate sind morgen zu vergeben

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Mehr als 137 000 Nordfriesen können über die Zusammensetzung des neuen Kreistages mitentscheiden.

shz.de von
erstellt am 25.Mai.2013 | 08:38 Uhr

Nordfriesland | Die morgige Kreiswahl ist richtungsweisend, und das gleich in zweierlei Hinsicht: Die Wahlberechtigten entscheiden am Sonntag darüber, wer die Geschicke des Kreises Nordfriesland in den nächsten fünf Jahren bestimmen wird. Und: Künftig wählen nicht mehr die Bürger den Landrat, sondern der Kreistag. Deshalb gibt dessen Zusammensetzung letztlich wohl auch den Ausschlag darüber, welche Chancen sich der jetzige oberste Verwaltungs-Chef, Dieter Harrsen, ausrechnen darf. Denn er möchte im August für eine zweite Amtszeit wiedergewählt werden.

Mehr als 137 000 Wahlberechtigte sind zur Wahl aufgerufen. Die große Unbekannte dabei: Wie viele Nordfriesen machen per Urnengang oder Briefwahl von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Bei der Kommunalwahl 2008 waren es gerade einmal 50,6 Prozent. Acht politische Organisationen hoffen diesmal auf die Gunst der Wähler: CDU, SPD, Wählergemeinschaft Nordfriesland (WG-NF), SSW, Grüne, FDP, die Linke und zum ersten Mal auch die Piratenpartei. Ihre Bewerber treten lediglich in 18 nordfriesischen Wahlkreisen mit Direktbewerbern an, alle Übrigen flächendeckend.

Zurzeit hat die CDU 25 Sitze im Kreistag , die SPD zwölf, die WG-NF sieben, die Grünen und der SSW je vier und die FDP drei. Ferner gibt es drei fraktionslose Abgeordnete. In den neuen Kreistag ziehen voraussichtlich weniger Abgeordnete ein als nach der Kommunalwahl 2008. Denn die Zahl der Wahlkreise ist von 27 auf jetzt 23 reduziert worden, jeweils mit ähnlich hoher Einwohnerzahl. Wie viele Sitze es in dem Gremium letztlich geben wird, hängt davon ab, ob die CDU wiederum sehr viele Direktbewerber durchbringt und es deshalb zahlreiche Ausgleichsmandate geben muss. Theoretisch hat der Kreistag regulär 45 Abgeordnete, zuletzt waren es aber sogar 58.

Zum Vergleich: Bei der parallel laufenden Gemeindewahl sind in den nordfriesischen Gemeindevertretungen insgesamt 1320 Mandate zu vergeben. Keine Vertretungen, sondern Gemeindeversammlungen gibt es in neun kleinen Orten. Deshalb können ihre Einwohner morgen auch nur über die Besetzung des Kreistages mitbestimmen. Es sind Witsum, Gröde, Süderhöft, Kolkerheide, Grothusenkoog, Elisabeth-Sophien-Koog, Norderfriedrichskoog, Lexgaard und erstmals auch Dunsum.

Für die Kreiswahl gibt es rosafarbene Stimmzettel, für die Gemeindewahl weiße. Die Wahllokale in den 196 Wahlbezirken im Kreisgebiet sind am 26. Mai von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Kreiswahl-Ergebnisse laufen danach im Husumer Kreishaus zusammen, das von 18 Uhr an für Interessierte offen steht. Auf Leinwänden werden Ergebnisse der Kreiswahl zu sehen sein. Details sind aber auch im Internet unter www.nordfriesland.de sowie unter www.shz.de abrufbar. Dort werden im Laufe des Abends auch Gemeindewahl-Stimmergebnisse zu finden sein, die erst nach der Kreiswahl ausgezählt werden.

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