zur Navigation springen

Ortsverband des Sozialverbandes : Nur drei Vorsitzende in 70 Jahren

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Ortsverband des Sozialverbandes Deutschland hat in den vergangenen Jahren Kontinuität und Einsatz bewiesen.

shz.de von
erstellt am 25.Apr.2017 | 10:14 Uhr

Vor 70 Jahren, genau am 1. Mai 1947, wurde der heutige Ortsverband Aventoft im Sozialverband Deutschland (SoVD), damals als „Reichsbund der Kriegs- und Wehrdienstopfer, Behinderter, Sozialrentner und Hinterbliebenen e.V.“ von 16 Kameraden, wie es seinerzeit hieß, gegründet. Grund genug diesen runden Geburtstag in Form eines Jubiläums-Galaabend im Landgasthof Fegetasch gebührend zu feiern.

Dazu konnte der Vorsitzende Hans-Werner Christiansen neben zahlreichen Mitgliedern auch einige Gäste begrüßen: Aus Kiel „das prägende Gesicht des SoVD in Schleswig-Holstein“, den stellvertretenden Landesvorsitzenden Sven Picker, Kreisvorsitzenden Hans Christian Albertsen (Breklum), Pastorin Meike Meves-Wagner, Bürgermeisterin Christine Harksen sowie die Vorsitzenden und Abordnungen der Nachbar-Ortsverbände Humptrup-Uphusum, Neukirchen, Süderlügum und Wiedingharde-West.

In seinem Rückblick sprach Hans-Werner Christiansen über Jakob Hansen, der als erster Vorsitzende den Ortsverband ununterbrochen 37 Jahre bis 1984 anführte. Dann übernahm Ulrich Bünger den Vorsitz bis 1998, wo ihn der heutige Amtsinhaber ablöste. „Das wir in 70 Jahren nur drei Vorsitzende hatten beweist, dass wir ein kontinuierlicher Ortsverband sind“, so der Vorsitzende.

Er dankte allen, für die Zuwendungen und Unterstützung des Ortsverband. Stellvertretend für die vielen Menschen, die in dieser Zeit aktiv im Vorstand, als Revisoren und Zeitungsausträger oder auch als Helfer mitgearbeitet haben, nannte er zwei inzwischen verstorbenen Mitglieder: Andreas Kleipsties, der genau 50 Jahre lang Hauskassierer und Beisitzer war sowie Fritz Trottner, der über 44 Jahre als Schrift- und Kassenführer im Vorstand mitgewirkt hatte.

„Half der Verband den Mitgliedern schon in den Nachkriegswirren, so gilt das durch die immer komplizierter und leider oftmals auch ungerechter werdenden Sozialgesetze bis in die heutige Zeit hinein“, führte Christiansen aus. „Deshalb sind wir Mitglieder beim SoVD mit seinen Fach-Justitiaren gut aufgehoben.“

Bürgermeisterin Christine Harksen lobte das soziale Engagement sowie das Mit- und Füreinander in der Gemeinde. Als nette Geste hatte sie neben dem Obolus für die SoVD-Kasse für jedes Vorstands- und Revisorenmitglied einen Blumenstrauß mitgebracht.

Sven Picker ging ins seiner Festansprache besonders auf die sozialen Schwachstellen in der Gesellschaft ein. Hier nannte er insbesondere die Renten- und Gesundheitspolitik sowie die Situation in der Pflege. „Es kann nicht sein, dass ein Rentner, der ein Leben lang für seine Rente gearbeitet hat, nicht mehr bekommt im Alter als jemand, der nicht gearbeitet hat. Oder dass die Ärzte und die Verwaltung in Krankenhäusern nur noch nach Basisfallwerten operieren, weil die Operationen mehr zählen in diesem System!“ Trotz Zunahme der Pflegebedürftigen gebe es derzeit 25 Prozent weniger Pflegepersonalstellen als vor zehn Jahren.“ Sven Picker sprach vom SoVD als eine starke soziale Bewegung und dankte allen ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Orts- und Kreisverbänden.

Frauensprecherin Gudrun Ingwersen sorgte im laufe des Abends mit lustigen Geschichten für Unterhaltung. Auch die Band „Black and Blond“ von der Insel Nordstrand für die musikalische Unterhaltung des gelungenen Festabends.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen