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Mehr Sicherheit für Niebülls Schüler : Notfalls müssen Bäume weichen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Für die Bushaltestelle in der Uhlebüller Straße vor dem Schulzentrum gibt es neue Pläne.

von
erstellt am 17.Okt.2014 | 10:00 Uhr

„Die Situation ist nach wie vor nicht besonders gut“, sagt Karl-Heinz Schmidt, Vorsitzender des Ausschusses Bau und Verkehr der Stadt Niebüll. Gemeint sind die beengten Verhältnisse an der Bushaltestelle Uhlebüller Straße, direkt am Schulzentrum. Die Busse müssen im morgendlichen Berufsverkehr auf der Fahrbahn halten, die Schüler treten beim Verlassen des Fahrzeugs auf einen Radweg. Sie müssen sich durch eine Reihe eng gepflanzter Bäumen schlängeln, treten dann auf dem Weg zum Schulhof auf einen Fußweg, der neuerdings ebenfalls von Radfahrern genutzt werden darf. Eine drangvolle, ja gefährliche Enge, gegen die etwas unternommen werden muss, befanden die Mitglieder des Ausschusses. Seit 2008 widmen sie sich diesem Thema, suchen nach Lösungen, haben sich verschiedene Varianten einer Gestaltung der Bushaltestelle vorlegen lassen.

Eine Verlegung des Busverkehrs in den Peersweg zum Schul-Zob ist größtenteils geglückt. Mit einer Ausnahme: „Die Busse der Autokraft müssen in der Uhlebüller Straße halten“, sagt Schmidt. Gleiches gilt für ein Unternehmen, das im Auftrag der Autokraft Schüler befördert. „Ein Umweg über den Schul-Zob im Peersweg ist aus Gründen der Fahrplantaktung nicht möglich. Wir brauchen also weiterhin diese Haltestelle.“

Arno Behnemann vom Planungsbüro Reimer Ivers aus Husum legte erneut seinen Lösungsvorschlag vor. Er sieht vor, den Radweg an der K114, durch zwei bewachsene Winkel (siehe Skizze) zu unterbrechen, um den Buspassagieren so ein gefahrloses Aussteigen zu ermöglichen. Radfahrer müssen in diesem Bereich dann Slalom zwischen den Bäumen fahren. Auf die Gefahr hin, „sich unbeliebt zu machen“, schlug Lorenz Jessen (SSW) schlug vor, in dem Bereich zwischen den grünen Keilen zwei Bäume zu fällen, um so mehr Platz für die Schüler zu schaffen und deren Sicherheit zu gewährleisten. Ein weiterer Effekt wäre, dass so mehr Platz für die Baumkronen geschaffen werde. Bürgermeister Wilfried Bockholt dazu: „Ich schlage mich auf die Seite derer, die sich unbeliebt machen.“ Und zu der Beschilderung, die es Radfahrern erlaubt, die gesamte Breite von Fuß- und Radweg zu nutzen, erklärte Bockholt: „Das Schild ist ungünstig, es widerspricht dem Schutz des Schwächeren.“

„Machen wir es einfach“, erklärte Karl-Heinz Schmidt. Die Ausschussmitglieder stimmten ab, die Kosten für die vorgestellte Maßnahme zu ermitteln und für 2015 anzumelden. Die Bepflanzung soll so optimiert werden, dass ein Höchstmaß an Sicherheit für die Schüler gegeben ist. „Notfalls müssen Bäume gefällt werden.“

 

 

 

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