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Nospa-Schließungen: „Es geht ein Stück Dorfqualität verloren“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Pläne der Nord-Ostsee-Sparkasse, Filialen zu schließen oder sie in einen Selbstbedienungs-Standort (SB) umzuwandeln, bewegt die Gemüter in der Region. In Südtondern sind die Standorte Enge-Sande, Neukirchen, Risum-Lindholm und Süderlügum betroffen (wir berichteten). Mit der Umsetzung will die Nospa Ende des Jahres beginnen. Der Prozess soll Ende 2015 abgeschlossen sein. Konkrete Termine für die einzelnen Filialen stehen aber noch nicht fest.

In Neukirchen wird die Filiale geschlossen und nicht durch eine SB-Filiale ersetzt. „Wir müssen dafür Verständnis haben. Das Geschäftsvolumen reicht nicht aus“, sagt Bürgermeister Peter Ewaldsen. „Das tut mir leid, aber es ist nicht zu ändern.“

Carsten-Peter Thomsen, Bürgermeister von Enge Sande ist mit dem Abzug der SB-Filiale in seiner Gemeinde ebenso unzufrieden: „Wir bedauern das natürlich. Trotzdem muss man sagen, dass es uns nicht so hart trifft wie zum Beispiel Neukirchen.“ Die Bürger hätten die Möglichkeit im Dreieck Lindholm-Leck-Langenhorn auf andere Filialen auszuweichen, so Thomsen. Auf der jüngsten Gemeindevertreterversammlung habe man zudem das Angebot der Nospa, die Gründe für den Abzug zu erklären, einstimmig angenommen.

„Wir sind ganz traurig“, sagt Risum-Lindholms Bürgermeister Hauke Christiansen. Die Filiale mit drei Mitarbeitern im Ort sei stark frequentiert worden: „Sie hatte ihren Platz in der Bevölkerung. Es geht ein Stück Dorfqualität verloren.“ Auf der anderen Seite bringt Christiansen Verständnis für die Entscheidung auf, dass die Nospa-Filiale mittelfristig nur noch Bankautomaten in Risum-Lindholm stationieren will: Eine Filiale mit drei Mitarbeiten zu halten, sei teuer. Und die Bankgewohnheiten der jüngeren Menschen hätten sich verändert. „Aber wir haben noch eine gut besetzte Filiale der VR-Bank im Ort. Das wird die Nospa zu spüren bekommen“, vermutet Christiansen.

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