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Irritation : Nordfriesland-Schild am falschen Standort

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In Bramstedtlund sind die Menschen irritiert, einige von ihnen gar sauer. Der Kreis hat sein Begrüßungsschild hinter dem Ort aufgestellt. Das wirkt, als sei die Gemeinde kein Teil Nordfrieslands, meinen Kritiker.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2013 | 10:00 Uhr

Bramstedtlund | Von einem Schildbürgerstreich spricht der 1. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Bramstedtlund Ulrich Enderle angesichts der neuen Begrüßungsschilder. Gemeint sind die Begrüßungsschilder mit dem Wappen und Namen des Kreises Nordfriesland, die auf Deutsch und Friesisch auf den Beginn des Landkreises hinweisen.

Sie wurden an den Rändern einiger Straßen installiert. Eines dieser Schilder steht an der Grenzstraße L 192, der sogenannten Betonstraße, an der Abzweigung nach Neupepersmark und Dänemark, somit an der Grenze zwischen den Gemeinden Ladelund und Bramstedtlund. „Diese Standortwahl,“ so Enderle, „wurde von Bürgern Bramstedtlunds mit leichtem Kopfschütteln bis hin zur Empörung quittiert. Schließlich ist die Gemeinde Bramstedtlund Teil Nordfrieslands.“ Der Verkehrsteilnehmer, der – aus Weesby kommend – das Schild passiere, werde somit erst begrüßt, wenn er sich schon längst im Kreise Nordfriesland befinde und Bramstedtlund als erste nordfriesische Gemeinde bereits durchfahren habe. Dass man mit dem Schild aus Dänemark anreisende Gäste willkommen heißen wolle, „was ja immerhin eine nette Idee wäre“, komme auch nicht in Frage, da es nur für von Osten kommende Passanten voll lesbar sei. Würde man mit der Begrüßung von Norden anreisende Gäste meinen, müsste man das Schild um 90 Grad drehen. „Unter dem Strich bleibt Verwunderung – und irgendwie auch Verärgerung – über diesen Schildbürgerstreich, der Bramstedtlund gedanklich aus dem Kreisgebiet ausklammert,“ stellt Ulrich Enderle fest. Er besteht darauf: „Das Schild gehört auf die Kreisgrenze, was gleichbedeutend ist mit der Gemeindegrenze zwischen Weesby und Bramstedtlund.“

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