zur Navigation springen

Wasserturm : Niebülls Wahrzeichen: Ende der Turm-Arbeiten ist absehbar

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am 15. Oktober soll der alte Niebüller Wasserturm endlich fertig sein- dann ist das Wahrzeichen über zwei Jahre restauriert worden

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2014 | 05:15 Uhr

Der Erhalt und die Wiederherstellung des Wasserturms am Niebüller Bahnhof geht in die letzte Runde. Wunschtermin für seine endgültige Fertigstellung ist der 15.Oktober. Trifft dieses Datum zu, werden seit dem Start dieses für Niebüll bislang einmaligen und weitgehend ehrenamtlichen Gemeinschaftsprojekts zweieinhalb Jahre vergangen sein.

Der 1908 gebaute Turm, der Dampflokomotiven mit Wasser versorgte, sollte abgerissen werden. Diesem Gedanken mochten die Niebüller nicht folgen, an ihrer Spitze der frühere Unternehmer Sven Vogt. Nach der Deutschen Reichbahn, der Bundesbahn und der Stadt Niebüll wurde die Kreishandwerkerschaft Besitzerin des Turms – und damit der Weg frei, das historische Kleinod, das Bahnheimkehrer und Gäste der Stadt von weitem grüßt, zu erhalten. Sven Vogt hatte einheimische Handwerker zum Mitmachen gewonnen und – weit wichtiger noch – dazu 200 Auszubildende überwiegend aus dem Bauhauptgewerbe, die unter Anleitung der KHS-Lehrwerkmeister Kay-Walter Wulff und Matthies Petersen im Rahmen ihrer Ausbildung an den Bauarbeiten mitwirkten.

Die Arbeiten begannen mit dem „Köpfen“ des Turms und dem Ausbau des Wasserbassins, gefolgt vom Einziehen zweier Zwischendecken, dem Draufsetzen der 25 Tonnen schweren Kopfplatte, dem Aufbau des neuen Kopfes mit seinem Fachwerk und dessen Ausmauerung. Inzwischen ist auch das Dach drauf und auf dessen Top die von Tischlern in der Berufsschule angefertigte Turmspitze. Die etwas (wegen der Treppe) versetzte Eingangstür entsteht in der BAW – mit den alten Beschlägen und jedoch neuem Holz. Eingebaut sind auch die Fenster mit Thermopenscheiben, wie überhaupt der ganze Turm energetisch saniert und beheizt wird, um seine Substanz zu erhalten.

Im Innern ist der Turm offen – bis auf das Oberstübchen, ein geschlossener Raum, zu dessen künftiger Verwendung die KHS um Vorschläge und Ideen von Niebüller Bürgern bittet. Im Werden ist derzeit noch die Treppe, deren Bau sich verzögerte, weil die Prüfstatik auf einer noch stabileren Konstruktion als vorgesehen bestand. Die Treppe ist fast fertig – unter anderem bis auf die Handläufe.

Außen ist der Turm nach alter Art verputzt, nachdem alter loser Putz entfernt wurde. Der Putz hat eine wie bisher rötliche Färbung erhalten. Auch fehlt noch die Fertigstellung der Dachentwässerung. Dann – in etwa zwei, drei Wochen – soll auch das Gerüst abgebaut werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen