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Nordfriesland Tageblatt

23. November 2017 | 23:21 Uhr

Niebüller Tänzer im Goldrausch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bisher größter Erfolg: Der TC Südtondern kehrte mit 24 Medaillen von den Norddeutschen Meisterschaften zurück

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2017 | 10:35 Uhr

Der 1. TC Südtondern – beheimatet im Tanzstudio von Sonja Stümer– feierte bei den Norddeutschen Meisterschaften im Videoclip und HipHop seinen bisher größten Erfolg. Die 40-köpfige Mannschaft aus Niebüll und Umgebung kehrte aus dem niedersächsischen Posthausen in der Nähe von Bremen mit 24 Platzierungen auf dem Siegerpodest nach Niebüll zurück.

„Das war unsere bisher größte Ausbeute bei der Norddeutschen Meisterschaft“, schwärmten Sonja Stümer und ihre neue Kollegin Sarah Mennigmann von ihren Mädels. Allein 13 Mal holte sich die Equipe aus Niebüll eine Goldmedaille. Fünf Mal gab es Silber und sechs Mal Bronze.

Die amtierenden VC-Weltmeister „Move It Up“ wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und verwiesen ihre ständige Konkurrenz, die „Sunny Sisters“ aus Leer/Ostfriesland“ und die „Red Revolution Dance Crew“ aus Hannover auf die Plätze zwei und drei. Im Fahrwasser der diesesmal in leicht veränderter Besetzung mit nur zwölf Tänzerinnen angetretenen Champions stürmten Kleingruppen, Duos und Soli ebenfalls nach vorn und demonstrierten eine beachtliche Leistungsbreite.

Einmal mehr präsentierte sich die Tanzschule von Sonja Stümer gegenüber der norddeutschen Konkurrenz als „Non Plus Ultra“. Die Niebüller WM-Formation geht auch zu den Deutschen Meisterschaften, die in Kürze im Mannheimer „Rosengarten“ stattfinden, als Favorit an den Start. Doch gleichwohl müssen die Nordfriesinnen bedenken, dass die Konkurrenz mit Sicherheit nicht geschlafen hat.

Sonja Petersen, 29 Jahre jung, jedoch „Seniorin“ unter den Mädels und aus beruflichen Gründen nur „Ersatzfrau“, aber auf jeder Position der Formation einsetzbar, wenn eines der Mädels ausfällt, hat im Posthausener Tanzzelt Unterschiede festgestellt. Während die einheimische Formation homogen, synchron und total komplex agiert und ihre Tanzbilder wie aus einem Guss präsentiert, reiht die Konkurrenz ihre Passagen mit kleinen Pausen dazwischen aneinander. Der Unterschied erklärt sich aus der geradezu gnadenlosen Disziplin in den Reihen der Weltmeister, die sich in der Performance kämpferisch total verausgaben und sogar riskieren, dass ihnen das Make-up die Wangen hinunterläuft.

Das Energiebündel Sonja Stümer fordert totalen Einsatz. Die Mädels folgen ihr. Kaum anders gehen auch die andern Formationen in den Wettbewerb. Die Erfolge bleiben auch bei ihnen nicht aus, so dass sich die Konkurrenz ebenso anerkennend wie neidvoll fragt: „Wie machen die das nur?“ Antworten geben bereits Blicke in die Niebüller „Tanzstunde“, in der die jungen Talente ganz früh lernen, dass man beim Tanzen nicht nur mit sich, sondern auch mit dem Partner und seinem Team im Einklang sein muss.

Die nächsten Tage und Wochen gelten der Feinarbeit für die Deutschen Meisterschaften in Mannheim, zu der der TC Südtondern insgesamt in einer etwas kleineren Besetzung antreten wird. Den VS/HipHop-Akteuren gesellen sich einige Paare aus dem Bereich der Standardtänze hinzu. Im Rosengarten wird man mit Sicherheit wieder über die tanzbegeisterten Mädels aus dem Norden der Republik staunen. Wie in den Jahren zuvor.  

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