Youtube-Trend : Niebüll tanzt sich „happy“ mit Pharell Williams

Begeisterung auf dem Markt: Sonja Stümer macht’s vor, die Niebüller machen mit.
1 von 3
Begeisterung auf dem Markt: Sonja Stümer macht’s vor, die Niebüller machen mit.

Ausgelassene Friesen: Auch die Niebüller liefern ihren Beitrag zur „Happy“-Video-Welle.

Avatar_shz von
24. März 2014, 08:00 Uhr

Niebüll | Jeder Mensch hat das Recht auf Glücksgefühle. Getreu diesem Credo hob der US-amerikanische Superstar Pharrell Williams seinen Song „Happy“ aus der Taufe und schaffte es auf auf Anhieb, Menschen weltweit in 175 Ländern Beine zu machen. Und das jetzt auch im kleinen nordfriesischen Städtchen Niebüll. Hier wurde am Sonnabend der Dreh für ein Video begonnen, das am Mittwoch fertig und ab Freitag bei Youtube im Netz zu sehen (und zu hören) sein wird.

Ausgeheckt haben es unter dem Arbeitstitel „Happiness“ Stadtmarketing, Haus der Jugend, die VR-Bank und „Tanzmeisterin“ Sonja Stümer und gesponsert das Stadtmarketing und die VR-Bank. Technische Hilfe leistete das THW. Die Musik lieferte Sven Stümer. Den Kameradreh besorgte Eugen Heimböckel, und Regie führte Sonja Stümer.

Doch um die Idee umzusetzen, brauchte es Fans. Und die fand Sonja Stümer am Sonnabend um 10 Uhr auf dem Rathausplatz, wo gerade der Niebüller Wochenmarkt in all seinen bunten und leckeren Facetten wogte. Doch der Markt erfuhr plötzlich eine Unterbrechung, als Sven Stümer seine Musik einschaltete, hämmernde Rhythmen über das Pflaster vibrierten und 40 Tänzerinnen in Aktion traten – und Händler und deren Kunden in Staunen versetzten.

Es bedurfte nur eines kurzen Augenblicks, bis sich die sonst so andere und vornehmlich geschäftige Wochenmarktatmosphäre in swingende Happiness verwandelte. Sonja Stümer hatte ihren Tänzerinnen eine Choreo vorgegeben – mit Bewegungselementen aus Streetdance, Video-Clip und Hip Hop. Erst zaghaft, dann mutiger und freier tanzten etliche der Marktbesucher mit und gaben sich happy. Das war aber nur der Auftakt zu einem wogenden Happy-Day in der sonst so ruhigen Stadt. Das von Musik und Rhythmen bestimmte Treiben sollte ganze neun Stunden dauern.

Es ging weiter zu Janny’s Eis, zum Stadtpark, unter die VR-Bank-Brücke, zum Friesischen Museum und zum Ortsbegrüßungsschild an der B 5. Das Finale fand auf dem Parkplatz der Tanzschule statt. Die Tanzgruppen von Sonja Stümer trafen überall auf begeisterte Menschen – egal, ob sie von den Vidioclip-Mädchen der Meisterformationen Move It Up, den Kindergruppen oder den Zumba-Tänzerinnen dazu ermuntert wurden. Auf dem Rathausplatz machte TSV-Chef Hans Thiesen mit, geriet die Apotheken-Besatzung in Bewegung, machten Passanten mit und ließ es sich auch die Käse-Frau nicht nehmen, ein wenig happy zu sein.

„Wo wir die Leute antrafen, spürten wir, dass Niebüll happy war“, berichtete Sonja Stümer. Es sei letzten Endes auch das Gemeinschaftsgefühl gewesen, das die Menschen elektrisierte und faszinierte. Friesen von fünf bis 75 machten mit, spielten ein klein wenig ausgelassen, heiter und tanzend verrückt – und fühlten sich an diesem Happy Day auch echt happy.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen