FOA in Niebüll : Niebüll in Festival-Laune

Unter freiem Himmel: Die Besucher feierten und tanzten bei bestem Festival-Wetter.
1 von 3
Unter freiem Himmel: Die Besucher feierten und tanzten bei bestem Festival-Wetter.

Beim vierten Friesen-Open-Air erlebten die Besucher am Sonnabend einen bunten Stilmix der Bands.

shz.de von
23. Juli 2018, 09:00 Uhr

Eines war von vornherein klar, das diesjährige Friesen-Open-Air wird bei bestem Wetter stattfinden. Und eines kennzeichnet dieses Event von jeher, es ist der Stilmix der Bands. So gemischt wie das Publikum sind auch die auftretenden Gruppen. Und auch am Sonnabend war bei der vierten Veranstaltung dieser Art für jeden etwas dabei, von Hardrock über Metal bis zur ausklingenden Partytime mit Rock und Pop.


Professionalität trifft eigenwillige Rocksongs

Jedes Festival braucht seinen Opener, beim Friesen-Open-Air traditionell eine etwas undankbare Aufgabe durch die Startzeit um 19 Uhr und den sich nur langsam füllenden Festivalplatz für „Melted Ego“ aus Norddeutschland. Die das aber locker und professionell kompensierten durch eine kraftvolle und mitreißende Bühnenperformance. 22 Jahre haben sie gebraucht, um in Niebüll bei bestem Festivalwetter einzuschlagen. Im wahrsten Sinne des Wortes, eigenwillige Rocksongs aus verschiedenen Stilelementen mit ausgesprochener Spielfreude rübergebracht. Seit fünf Jahren arbeiten sie in der derzeitigen Besetzung zusammen und das spiegelt sich in ihren homogenen Songs wieder.

Aber da auch der Magen mithört, waren als erstes die zahlreichen Stände von Flammkuchen bis zur unverzichtbaren Currywurst sowie die zahlreichen Getränkestände umlagert. Lange Wartezeiten entstanden zu der Zeit noch nicht.


Emotionen, Show und Musikalität

Ganz andere Klänge präsentierte die Coldplay-Coverband „Viva la Vida“, die selbst mit dem Attribut „weltweit beste Coldplay Tribute-Band“ wirbt. Ins Auge fiel als erstes das detailverliebte Bühnenbild, wobei einer spektakulären Lightshow das Tageslicht etwas entgegen arbeitete. Aber der Platz vor der Bühne füllte sich und der Band gelang es, zu begeistern. Von „Speed of Sound“ bis „Paradise“ war alles dabei, nicht zuletzt „Viva la Vida“, auch der Name der aktuellen Coldplay-Tournee. Emotionen, Show und Musikalität gepaart mit einer Menge Leidenschaft vermittelten ein erstklassiges und authentisches Konzert Erlebnis.

Das Kontrastprogramm für Auge und Ohren lieferten danach die von Moderator Dirk Bork als „Hauptact“ angekündigten „Still Counting“ – mit ihren Coversongs der dänischen Hardrockgruppe „Volbeat“. Hardrock und Metal, von den Jungs erbarmungslos und ohne Kompromisse in den nordfriesischen Abendhimmel gerockt. Seit 2014 gibt es diese Formation aus Mittelhessen, dialektfrei vorgetragen. Mit viel Herzblut, authentischer Performance und Liebe zum Detail wurde die messerscharfen Songs vom Original, Michael Poulsen, zelebriert. Treibende Drums, kraftvolle Gitarren und eingehende Gesangsmelodien machen den unverkennbaren Volbeat-Sound aus. Die Band Still Counting konnte sich schon 2015 mit zahlreichen Auftritten in ganz Deutschland, sowie Belgien und Dänemark einen Namen machen und jetzt auch in Nordfriesland.

Den Abend schlossen „Ceenot71“ aus Nordfriesland ab, mit bestem Cover-Rockpop aus den 70ern bis in die Neuzeit. Leider schien es, als wenn die Jungs von „Still Counting“ das Publikum mit ihrem knallharten Metalrock etwas ausgelaugt hatten. Die längere Umbauphase trug dazu bei, dass das Publikum vor der Bühne etwas schrumpfte.


Die einzige Frontfrau zum Schluss

Diejenigen, die durchhielten, tanzten ausgelassen, auch wenn es langsam auf 1 Uhr zuging, zu den mit Spielfreude vorgetragenen Songs von der Partyband „Ceenot71“ und der einzigen Frontfrau des Abends, Sandra. Nebenbei bemerkt, auch eine Empfehlung für das Niebüller Haupstraßenvergnügen …

„Good Night“ nicht ohne Dank an Veranstalter Mike Eichhorn nebst Team sowie den Sponsoren, die hoffentlich auch 2019 wieder dieses für Niebüll einzigartige Event ermöglichen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen