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Telefonnummer manipuliert : Niebüll: Betrüger gibt sich als Polizist aus und verspricht ein Auto

vom
Aus der Onlineredaktion

Seltsame Masche: Ein Unbekannter fordert am Telefon eine Dame auf, 1000 Euro auf ein Konto in der Türkei zu überweisen – dann verspricht er ihr noch einen Gewinn.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 11:07 Uhr

Niebüll | Ein Unbekannter hat am Samstag versucht, 1000 Euro von einer Frau am Telefon zu erbeuten. Das teilt die Polizei in Niebüll am Dienstag mit. Besonders die Art und Weise des Betrugsversuchs lässt Fragen offen.

Der Anrufer habe sich laut Polizeiangaben als „Kriminaloberkommissar“ ausgegeben. Er sagte der Dame, dass gegen sie eine Anzeige vorliege. Diese könne sie nur abwenden, indem sie 1000 Euro per Western Union in die Türkei überweise. Dann ging es kurios weiter: Das Geld könne später mit einem Auto verrechnet werden, dass die Frau angeblich gewonnen hätte. Doch die Frau wurde stutzig.

Kurz darauf meldete sich der Anrufer erneut. Auf dem Display des Telefons wurde 04661/40110 angezeigt – die Dienststellennummer des Polizeireviers Niebüll. Als die Angerufene ihre Bedenken äußerte, wurde ihr mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gedroht. Außerdem werde sie vor den Augen der Nachbarn von der Polizei abgeholt werden. Die Frau wurde mit zunehmender Dauer unsicherer und wurde fortlaufend eingeschüchtert. Trotzdem reagierte sie richtig und verständigte die Polizei.

Die Polizei weist darauf hin, dass es vermehrt zu Anrufen wie diesem gekommen sei. Die Trickbetrüger seien sehr einfallsreich. Sie geben sich als Verwandte, Polizeibeamte, Mitarbeiter von Justizbehörden oder Handwerker aus. Die angezeigte Telefonnummer des Anrufers könne durch technische Mittel leicht manipuliert werden. „Oftmals haben sie es dabei auf ältere Menschen abgesehen“, erklärt ein Polizeisprecher. „Wir raten daher, bei derartigen Anrufen grundsätzlich skeptisch zu sein und sich lieber bei der Polizei unter 110 rückzuversichern“. Die Polizei fordere nie telefonisch Geld.

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