Bücher ohne Grenzen : Nie wieder Buch-Chaos

Der Verein „Bücher ohne Grenzen“ blickt auf eine erfolgreiche Arbeit zurück

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04. Juni 2014, 05:00 Uhr

Der im Jahre 2005 in Aventoft und Tondern gegründete Verein „Bücher ohne Grenzen“ (B.O.G) ist seit April 2013 in Ladelund und Tondern bemüht, ein grenzüberschreitendes Buchdorf zu entwickeln. Eine Rückblick hielt Vorsitzende Gyde Köster während der Jahresversammlung. Die Zahl der Mitglieder betrug am 20. Mai 61 Personen. In der Phase des Umzugs der Aventofter Dienststelle nach Ladelund seien 15 Mitglieder ausgetreten, eins verstorben. Andererseits sei es gelungen, zwölf neue Vereinsangehörige anzuwerben. Die Mitgliederkartei habe man dahingehend bereinigt, dass Männer und Frauen, die seit Jahren keinen Beitrag mehr entrichtet hatten, sich zum Teil offenbar auch gar nicht mehr daran erinnerten, dem Verein anzugehören, aus der Liste gestrichen wurden. Die beschlossene neue Satzung habe wegen der Vielzahl der Änderungen neu geschrieben und dem zuständigen Gericht zur Genehmigung vorgelegt werden müssen. „Alles in allem erwies sich dies als ein schwieriges und zeitraubendes Vorhaben“, so merkte Gyde Köster an.

Die Arbeit im Buchladen sei im vergangenen Winter durch Erkrankung von Mitarbeiterinnen erheblich erschwert worden. Denen, die durch eigenen Sondereinsatz dazu beigetragen hatten, dass die Öffnungszeiten dennoch eingehalten und und die Sortierarbeiten im Lager zügig vorangetrieben werden konnten, sprach sie ihren Dank aus. „Der Umgang mit Buchanlieferungen bleibt eine ständige Herausforderung“, so führte sie aus. „Einerseits lebt der Laden von guten Buchspenden, die neben dem Interesse an der Geldeinnahme auch die Philosophie unterstreichen, wertvolle Bücher müsse man unbedingt erhalten. Andererseits haben wir vom Vorstand den festen Vorsatz gefasst, nie wieder im ’Buchchaos’ ertrinken zu wollen.“

Ein von Nel Brunken (Berlin) gestalteter Flyer, der die Arbeit des B.O.G skizziert, sei allgemein auf positive Resonanz gestoßen. 2000 Exemplare seien bereits nachbestellt worden. In sehr guter Erinnerung geblieben sei eine in Ladelund von Jochen Missfeldt gehaltene Lesung aus der von ihm verfassten Biographie des Dichters Theodor Storm.

Die „verhalten optimistisch“ beurteilte Situation der vereinseigenen Finanzen zeigte Kassenwart Jürgen Walch auf.

Hinsichtlich der Gestaltung des kulturellen Programmangebotes 2014 wurde folgender Stand der Planung bekanntgegeben: Im Juli wird Marie Elisabeth Straub aus ihrem neuen Roman lesen. Unter dem Motto „Herr Welter kommt“ wird der Schauspieler und Rezitator Wolfgang Welter im August sein neues Programm vorstellen. Der Autor und Journalist Jan Uwe Thoms wird – auf Einladung des Ortskulturrings – im Oktober in Ladelund in den B.O.G-Räumen aus seinen Werken lesen. Jutta Hansen aus Neukirchen beabsichtigt, im November über ihren Aufenthalt in einem norwegischen Buchdorf zu berichten. Des weiteren ist vorgesehen, dass Isolde Jensen und Jens Köster im Kreiskrankenhaus Niebüll einen „Sommer-Büchertisch“ anbieten. Auch soll nach Meinung der Mehrheit der Mitglieder versucht werden, wie einst in Aventoft einen Lesekreis ins Leben zu rufen.

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