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Nordfriesland Tageblatt

17. Dezember 2017 | 15:36 Uhr

Nicht nur ein Reparaturbetrieb

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erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Nordfriesland | Sie wollen Nordfriesland mit innovativen Ideen wirtschaftlich voranbringen, den demografischen Wandel kreativ gestalten und die erfolgreich eingeleitete Konsolidierung des Kreishaushaltes fortsetzen. Das sind Kernpunkte des liberalen Programms zur Kommunalwahl am 26. Mai. Diese steuern die FDP-Vertreter um den Spitzenkandidaten Jörg Tessin - das Team besteht aus Gudrun Eufinger, Christopher Klug, Rüdiger Kohls und dem jetzigen Fraktions-Chef im Kreistag, Thorsten Schulze - selbstbewusst an: "5,8 Prozent bei der Kreiswahl 2008 - das Ergebnis wollen wir deutlich verbessern."

Dabei wollen die Liberalen aktiv gestalten. "Politik darf nicht nur Reparaturbetrieb sein", betont Tessin, der sich schon seit 15 Jahren kommunalpolitisch engagiert. Auch in der Wahlperiode bis 2018 werden sich Themen wie Haushaltskonsolidierung und demografischer Wandel wie ein roter Faden durch alle Felder der Kreispolitik ziehen. Das ist Fraktions-Chef Schulze bewusst. Die eingeleiteten Schritte in der ablaufenden Wahlperiode, in der die FDP gemeinsam mit der CDU und den Grünen als Jamaika-Bündnis im Kreistag tonangebend war, wertet er als erfolgreich. Gemeinsam sei ein beträchtliches Stück vom Schuldenberg des Kreises abgetragen worden - "und diesen Weg wollen wir intensiv weiterverfolgen". Kritik des Landesrechnungshofes an einer zu hohen Tilgungsquote weist Schulze zurück: "Genau die wollen wir hochhalten." Und: Nordfriesland mit seinen Inseln und Halligen müsse einen spezifischen Weg gehen, wobei das landesweite Benchmarking - der Leistungsvergleich der Kreise untereinander - künftig ein wichtiger Leitfaden für die politische Arbeit sein könne.

Neben dem Tourismus, für den sich Jörg Tessin eine engere überörtliche Zusammen arbeit und bessere Vermarktung der Westküste insgesamt wünscht, sehen die Liberalen die erneuerbaren Energien als einen zentralen Wachstumsmotor mit Wertschöpfung in der Region. Neben dem Messe-Standort Husum finden denn auch die beiden angepeilten Windtestfelder im Kreisgebiet ihre Unterstützung. "Zielsetzung ist es aber auch, Forschungseinrichtungen nach Nordfriesland zu bekommen", bekräftigt Rüdiger Kohls zum Beispiel mit Blick auf Speicher-Technologien.

Neben dem Klimaschutz, der zukunftssicheren medizinischen Versorgung in Nordfriesland, Angeboten der Daseinsvorsorge und der Stärkung des Ehrenamts fordern die Liberalen auch ein "Infrastruktur-Aufbauprogramm". So brauche Nordfriesland den zügigen dreistreifigen Ausbau der Bundesstraße 5 und den Bau der geplanten Ortsumgehungen. "Danach müssen wir dann nachfassen beim Thema A 23", sagte Kohls. In ihrem Kommunalwahlprogramm mit dem Motto "Ehrgeiz für Fortschritt - Perspektive für Nordfriesland" brechen die Liberalen auch eine Lanze für den Ausbau des Schienennetzes sowie die Förderung von Schulen, Sport und Kultur.

Zur politisch umstrittenen Ausschreibung des Landrats-Postens betont Tessin: "Es kann nicht sein, dass sich ein solcher Spitzenmann nicht dem Wettbewerb und kritischen Fragen stellt." "So unzufrieden sind wir mit Dieter Harrsen gar nicht, und er hat gute Chancen, wieder Landrat zu werden", ergänzt Fraktions-Chef Schulze. Aber auch: "Ein Landrat sollte sich grundsätzlich nicht partei politisch bewegen."

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