Neukirchen drohen Einbußen

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Bürgermeister beklagt Ungereimheiten durch das neue Finanzausgleichsgesetz /Weiteres Thema war der „Kooperationsraum Wiedingharde“

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15. Dezember 2014, 08:29 Uhr

Mit dem Haushalt 2015 lässt sich die Gemeinde noch bis zum Januar Zeit. Wie Bürgermeister Peter Ewaldsen in der 14. Sitzung der Gemeindevertretung anklingen ließ, drohen der Gemeinde durch das neue Finanzausgleichsgesetz erhebliche Einbußen. Was das Land der einen Seite an zusätzlichen Mitteln gewähre, nehme sie der anderen weg, obwohl es die 50 Millionen, von denen da die Rede ist, selbst hätte aufbringen können. Wegen dieser und anderer Ungereimtheiten habe womöglich der Innenminister auch das Handtuch geworfen, meinte Ewaldsen.

Über einen weiteren Schwerpunkt in der letzten Sitzung des Jahres berichtete Amtsrätin Judith Horn: den „Kooperationsraum Wiedingharde“, bei dem es sich um eine Art kommunaler Selbsthilfeeinrichtung handelt. Geboren wurde dieser Gedanke im Masterplan NF mit dem Ziel, mögliche Selbsthilfen in einer Vielzahl von Facetten zu organisieren und in Gang zu setzen – und zwar vor dem Hintergrund einer Verbesserung der Lebensqualität auf dem platten Land.

Ein mögliches Handlungsfeld öffne sich in der „rollenden“ Mobilität. Zur Verfügung stehe zwar der ÖPNV, der im Kern der Schülerbeförderung diene. Doch wenn keine Schüler da seien, fände auch kein ÖPNV statt. Ein anderes Beispiel ist die Versorgung der Einwohner durch Versorgungszentren, die sich in Neukirchen (als ländlicher Zentralort) und Klanxbüll (als Bahnstation) anbieten.

Für das Ganze wurde bereits eine aus den sechs Bürgermeistern und deren Stellvertretern bestehende Lenkungsgruppe gebildet, die sich folgender vier Arbeitsfelder annehmen soll: 1. Feuerwehren und Vereine; 2. Schulen, Kitas, dänische Einrichtungen; 3. Straßen, Radwege, Tourismus; 4. Mobilität, Wohnen, Versorgung. In das Gesamtprojekt sind alle sechs Gemeindevertretungen eingebunden, die sich weitere Kräfte dazuholen können. Eine erste Zusammenkunft hat bereits stattgefunden, in der Handlungsbereiche formuliert und eine personelle Einteilung vorgenommen wurden, um Überschneidungen zu vermeiden. Laut Judith Horn soll es Anfang kommenden Jahres „in die Vollen“ gehen.

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