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Nordfriesland Tageblatt

22. August 2017 | 20:51 Uhr

Neues Netzwerk der Helfer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Um Kindern in Südtondern in Zukunft noch effektiver helfen zu können, trafen sich Helfer zu einer Konferenz

Das Bundeskinderschutzgesetz sieht bindend vor, dass sich Einrichtungen, die Kindern und Familien helfend zur Seite stehen, untereinander verständigen – kurz: miteinander vernetzen. Eine „Vernetzungskonferenz – Frühe Hilfen“ fand jetzt im Quartierhaus der Lebenshilfeeinrichtungen Niebüll (LeNi) statt – die erste in dieser Form und die zweite insgesamt.

Im Quartierhaus in der Lorenz-Jannsen-Straße trafen sich 40 Personen – Erzieherinnen aus Kindergärten, Ärzte, Therapeuten, Hebammen und Vertreter der Familienbildungsstätte, der Eltern-Starthilfe und der gastgebenden LeNi, die die Organisation solcher Konferenzen übernommen hat. Zu diesem Kreis gehören außerdem noch Vertreter von Gesundheits- und Jugendamt sowie Polizei. Sinn und Zweck solcher Treffen ist zu wissen, was es an anderen Hilfen gibt und „wer was macht“, um unnötige Überschneidungen zu vermeiden und um überhaupt voneinander zu wissen und sich kennen zu lernen.

Wenn irgendwo Hilfebedarf ermittelt wird, sind es zuweilen oft die Hebammen, die beim Neugeborenen aufgrund ihrer Erfahrung frühzeitig erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Doch Hilfebedarf kann vielfältig sein – von Entwicklungsdefiziten (die möglichst früh erkannt werden sollten) bis zu Behinderungen, die in mehreren Erscheinungsformen auftreten können, und Familien, denen geholfen werden muss. Hilfebedarf habe viele Facetten, ließen die LeNi-Mitarbeiter Romy Dobbert und Andreas Elshoff anklingen. „Doch es gibt auch Fälle, in denen Hilfe mit der Macht des Amts geleistet werden muss, weil Gefahr für die Betroffenen im Verzug ist.“

Das Netz der Hilfen, von denen hier die Rede ist, überspannt das Festland Südtondern. Die nordfriesischen Inseln haben ein eigenes Netz. Um Hilfe zu erbitten und Wahrnehmungen mitzuteilen, können die Niebüller Rufnummern der LeNi-GmbH (9014090) und/oder der Eltern-Starthilfe (9001091) gewählt werden.

Vernetzungstreffen – so ist es geregelt – sollen vier bis sechs Mal jährlich stattfinden, bei denen sich Vertreter des Kreisjugendamts, des Diakonischen Werks, der LeNi, Eltern-Starthilfe und Familienbildungsstätte zusammenfinden, um über Projekte, Vernetzung, Familienhilfe oder gesetzliche Neuerungen zu sprechen.





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erstellt am 22.Okt.2014 | 15:18 Uhr

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