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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 17:51 Uhr

Neues Löschfahrzeug beantragt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinden Klixbüll und Bosbüll melden Bedarf an / Gemeinde will Aktien der Schleswig-Holstein Netz AG kaufen

von
erstellt am 06.Jun.2016 | 09:27 Uhr

Eine Sondersitzung der Gemeindevertretung Klixbüll: Wie Bürgermeister Werner Schweizer erklärte, war die Notwendigkeit, den Feuerwehrbedarfsplan zu überarbeiten und zu beschließen, Hauptgrund für die Zusammenkunft. Gemeindewehrführer Peter Andresen sprach über den aktuellen Stand der Planung. Er erinnerte daran, dass ein erster Entwurf des Bedarfsplanes von einem Fahrzeugpunktebedarf in Höhe von 169 Punkten ausgegangen war. Da sich inzwischen aber herausgestellt habe, dass die Flüchtlinge in der geplanten Erstaufnahmeeinrichtung nicht als „ständig anwesende Einwohner“ gewertet werden dürfen und auch ausgewiesene Wald- und Moorgebiete bei der Feuerwehrbedarfsplanung nicht mitzählen, sei nur noch von einem Bedarf in Höhe von 112 Punkten auszugehen. Diese reichten aber aus, ein Löschfahrzeug des Typs LF 10 anzuschaffen.

Strittig sei noch die mitzuführende Wassermenge. Während der Kreis bisher nur eine Menge von 1200 Litern befürworte, sehe Andresen selbst die dringende Notwendigkeit, 3000 Liter mitführen zu können. Bezüglich der höheren Wasserkapazität müssten noch Gespräche mit dem Kreisfeuerwehrverband geführt werden. Da für die Bezuschussung eines neuen Feuerwehrlöschfahzeugs eine maximale förderfähige Summe festgelegt worden sei, müssten die Gemeinden Klixbüll und Bosbüll die voraussichtlichen Mehrkosten von rund 6000 Euro selbst tragen. Sollte der Kreisfeuerwehrverband der höheren Löschwassermenge nicht zustimmen, geriete zwar die Gesamtförderung in Gefahr, wenn ein Fahrzeug mit höherer Wasserkapazität geordert werde. Aus der Erfahrung heraus aber, dass Nachbargemeinden Genehmigungen für eine höhere Wasserkapazität erhalten haben, stehe zu erwarten, dass man mit dem Antrag der Gemeinden Klixbüll und Bosbüll entsprechend verfahren werde. Einstimmig fassten die Versammelten den Beschluss, den Feuerwehrbedarfsplan wie vom Wehrführer erläutert einzureichen.

Da vom Wasserbeschaffungsverband Drei Harden darauf hingewiesen worden war, dass der Behälter des Tanklöschfahrzeugs TLF zum Schutz der Trinkwasserleitungen bei der Befüllung einen freien Auslauf haben sollte und die Ventile weder pneumatischer noch elektrisch-schnellschließender Art sein dürfen, soll – so der einstimmige Beschluss der Gemeindevertretung – für die Gemeinde Klixbüll ein den genannten Anforderungen genügendes Löschfahrzeug LF 10 mit einer Wasserkapazität von 3000 Liter ausgeschrieben werden. Dieser Beschluss gelte vorbehaltlich der Zustimmung des Kreisfeuerwehrverbandes zur höheren Menge des mitzuführenden Wassers. Sollte der Verband diese Zustimmung verweigern, würden Bürgermeister Werner Schweizer, der Finanzausschussvorsitzende Dirk Friedrichsen, zwei Vertreter der Gemeinde Bosbüll und Wehrführer Peter Andresen ermächtigt, eine Entscheidung über die weitere Vorgehensweise zu treffen.

Weiteres Thema der Zusammenkunft der Gemeindevertretung war ein Angebot der Schleswig-Holstein Netz AG, in der Zeit vom 1. Juli bis zum 30. September Aktien zu erwerben. Es müssen mindestens 22 Aktien geordert werden. Daraus ergibt sich eine Mindesterwerbsschwelle von gut 100    000 Euro. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. Für die Aktien wird eine jährliche Dividende in Höhe von 3,24 Prozent garantiert. Der eingesetzte Anfangswert wird wieder voll ausgezahlt. Die Gemeindevertretung beschloss einstimmig, eine Mindestbeteiligung an der Schleswig-Holstein Netz AG vorzunehmen.

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