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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 18:26 Uhr

Veraltete EDV : Neues IT-Konzept muss her

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinschaftsschule an der Lecker Au will Defizit im IT-Bereich angehen. Das neue Konzept soll ab 1. Januar umgesetzt werden.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2017 | 14:29 Uhr

Leck | Das LAN, WLAN und die zentralen Dienste funktionieren nur eingeschränkt, Rechner starten nicht oder brauchen dafür sehr lange. Die EDV-Anlagen in der Gemeinschaftsschule an der Lecker Au bereiten Sorgen, weil sie keinen sinnvollen Unterricht mehr ermöglichen. Deshalb haben die Mitglieder des Schulverbandes Karrharde die Firma iTerra aus Niebüll beauftragt, ein Konzept für die IT-Infrastruktur zu erstellen und die Kosten zu ermitteln.

Der Zusammenschluss der Haupt- und Realschule zur Gemeinschaftsschule zog räumliche Veränderungen nach sich. Vor zirka sieben Jahren wurde für 3,5 Millionen Euro gebaut und saniert. Obwohl die Schule über drei Computerräume mit mehr als 50 Computern verfügt, außerdem acht Beamer und fünf Smartboards zur Verfügung stehen, ist die technische Leistung mangelhaft. „Durch einen nach und nach erfolgten, zu wenig strukturierten Zubau ist eine Netzwerkarchitektur entstanden, die langsam und störanfällig arbeitet“, monierte Schulleiter Holger Karde auf der Verbandssitzung. Im Klartext: Das Netzwerk ist ein Flickwerk und gesamtkonzeptionell am Ende. Hinzu komme, dass die über 30 kostenlos von der Fachhochschule Kiel erhaltenen Rechner sich nach und nach verabschiedeten.

Eine Analyse bestätigte dieses Desaster. Christian Feddersen von der Firma iTerra in Niebüll bescheinigte Defizite bei der Verfügbarkeit, Benutzerfreundlichkeit und der technischen Funktionalität. Es handele sich in der Gemeinschaftsschule um eine historisch gewachsene Infrastruktur, eine Zusammenlegung von Ideen – um ein Flickwerk. „Das sind leider immer nur Insellösungen, die nicht miteinander oder auch gar nicht funktionieren“, machte der IT-Fachmann deutlich. „Das alles kann man lösen, Schritt für Schritt. Doch es muss ein durchgängiges Konzept her“, empfahl Christian Feddersen. Im Bereich der Infrastruktur sprach er die Vernetzung der Räume sowie die Art und Weise der Übermittlung der Datenpakete an. Wichtig seien weiterhin die Zentralisierung aller IT-Dienste und die Schaffung eines Raumes, in dem alle zentralen IT-Dienste organisiert und verwaltet werden.

Verbandsvorsteher Dirk Enewaldsen verwies noch einmal auf die Tatsache, dass derzeit Rechner reihenweise ausfielen und somit auch der Unterricht: „Das geht nicht. Unser Ziel ist es, ein Konzept ab 1. Januar umzusetzen“. Das sahen die Verbandsmitglieder ebenso und stimmten für die Erstellung eines Feinkonzeptes, das in einer Ausschreibung neuer IT-Komponenten mündet.

Schulleiter Holger Karde informierte:
In diesem Schuljahr hat die Schule drei neue 5. Klassen mit 59 Schülern aufgenommen. Jetzt werden insgesamt 490 Schüler gezählt. Um mehr Ruhe in den Alltag zu bringen, wurde im vergangenen Schuljahr in Doppelstunden zu je 90 Minuten unterrichtet. Nun läuft der zweite Teil einer Erprobungsphase, und zwar werden seit diesem Schuljahr die Blöcke auf 80 Minuten verkürzt, hinzu kommt täglich ein Block von 45 Minuten, in dem selbstständig Aufgaben gelöst werden. Ziel dieser „GSL-Zeit“ (gemeinsam-selbstständig-lernen) ist es, das selbstständige Arbeiten zu üben und zugleich das Problem fehlender Hausaufgaben zu verringern. Die Offene Ganztagsschule läuft auf dem bisherigen Niveau, ein fehlender Schwimmkurs konnte inzwischen geschaffen werden. Noch nicht in vollem Umfang angelaufen ist der Nachhilfeblock, in dem ältere den jüngeren Mitschülern als Hilfe zur Verfügung stehen.

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