Neues Baugebiet für Süderlügum

Im südlichen Teil des Baugebietes „Fohl' sollen ein Imbiss und eine Zuwegung entstehen..
Im südlichen Teil des Baugebietes „Fohl" sollen ein Imbiss und eine Zuwegung entstehen..

Gemeindevertreter geben grünes Licht für neues Baugebiet / Imbiss soll zu Bistro ausgebaut werden / Gemeinde legt solide Finanzen vor

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20. Juli 2015, 11:31 Uhr

In Süderlügum soll demnächst auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche ein neues Wohnbaugebiet mit 20 Grundstücken entstehen. Dazu beschloss die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung im Landhaus Smaga die 22. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 23 für das Gebiet westlich des Haberlandes, östlich des Westerhofes und nördlich der Straße „Am Sportplatz“.

Nach Aussagen von Falco Richter vom Planungsbüro Plewa aus Flensburg, der die Pläne erläuterte, wird dort ein allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, wo nur eingeschossige Einfamilienhäuser zugelassen sind. Nach kurzer Diskussion über die Gestaltungsmöglichkeiten der Neubauten, beschlossen die Gemeindevertreter unter anderem auch drei Grundstücke für Holz- oder Steinhäuser auszuweisen. Um das gesamte Baugebiet wird ein zwei Meter breiter Grünstreifen angelegt. Nach Abarbeitung der Stellungnahmen der Öffentlichkeit und Behörden sowie der Auflagen gemäß dem städtebaulichen Vertrag wurde der endgültige Satzungsbeschluss für das ehemalige Depot-Gelände in Wimmersbüll (Lager 17) einstimmig gefasst. Die Hallen dort dienen der Unterbringung eines Betriebes zur Lagerung, Wartung, Reparatur und Vorbereitung für den Versand von Windenergieanlagen.

Auch für das Gebiet „Fohl“, östlich der B 5 und nördlich der Ortslage, erfolgte der endgültige Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 8. Hier will ein Grenzmarkt am nördlichen Rand den bisherigen Imbiss zu einem Bistro mit behindertengerechten Toiletten ausbauen. Im südlichen Teil soll ein neuer Imbiss entstehen, der bisher in einem anderen Grenzmarkt integriert war. Für den Lagerverkehr wird aus dem südlich gelegenen Gewerbegebiet eine Zuwegung geschaffen, durch die aber keine Kundenströme fließen dürfen. Hierdurch erfolgt auch eine deutliche Verkehrsentlastung im Bereich der durch den Kundenverkehr stark beanspruchten Haupteinfahrt von der B 5.

Trotz eines gegenüber der Planung um gut 31  500 Euro auf insgesamt 78  646 Euro angestiegenen Fehlbetrages in der Ergebnisrechnung, sprach der Finanzausschussvorsitzende Momme Jürgensen von erfreulichen Zahlen. Hauptgrund für das Minus waren die Mindereinnahmen in der Gewerbesteuer mit rund 140  000 Euro. Aber das konnte ohne weiteres aus der angesammelten Ergebnisrücklage von knapp 1,13 Millionen Euro ausgeglichen werden. Bei einer Bilanzsumme von 13,93 Millionen Euro beträgt das Eigenkapital der Gemeinde gut 8,3 Millionen Euro, gleich 59,6 Prozent. Die Restverbindlichkeiten für den Kredit der Dachsanierung und die Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle betragen noch knapp 627  000 Euro, was einer Fremdmittelquote von 4,5 Prozent entspricht. Die liquiden Mittel der Gemeinde beliefen sich Ende 2014 auf knapp 2,1 Millionen Euro. Deshalb auch der Kommentar des Finanzausschussvorsitzenden: „Der Gemeinde Süderlügum ist es 2014 gut gegangen.“ Das wurde auch im weiteren Ausblick deutlich, denn alle geplanten Investitionen, insbesondere der Grunderwerb und die Erschließungen der Bau- und Gewerbegebiete, können ohne Kreditaufnahme erfolgen. Deshalb stimmten die Gemeindevertreter dem Jahresabschluss wie auch den Haushaltsüberschreitungen von 212  488 Euro, die im wesentlichen aus den Kosten von verschiedenen gemeindlichen Baumaßnahmen entstanden sind, einstimmig zu.  


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