Freiwillige Feuerwehr : Neuer Vize für Langstoft

Gratulation: Wehrführer Uwe Hansen und der neue stellv. Wehrfüherer Rolf Friedrichsen
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Gratulation: Wehrführer Uwe Hansen und der neue stellv. Wehrfüherer Rolf Friedrichsen

Rolf Friedrichsen heißt der neue stellvertretende Vorsitzende.

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28. Dezember 2017, 03:37 Uhr

Niebüll | Die Wahl eines neuen Vizes war ein Hauptereignis der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Langstoft mit Wehrführer Uwe Hansen: Neu gewählt als zweiter Vorsitzender wurde Rolf Friedrichsen mit 13 Stimmen bei zwei Enthaltungen. Siegfried Paulsen erhielt das Schleswig-Holsteinische Ehrenkreuz in Silber. Niebülls Bürgermeister Wilfried Bockholt bedankte sich bei Paulsen für die geleistete Arbeit. Er sei ein „Feuerwehrmann aus Überzeugung“. Geehrt wurden auch Jens Mommen (Ehrenkreuz für 25 Jahre Dienst); Malte Hansen und Robert Alex für zehn Jahre Mitgliedschaft; Malte Eggers für 20 Jahre Mitgliedschaft, Karl Friedrichsen für 30 Jahre Mitgliedschaft. Den Vogel schoss Gerd Kruse mit 50 Jahren Mitgliedschaft ab.

Die Einsätze im abgelaufenen Jahr hielten sich in Grenzen: So wurde ein Schlepper gelöscht und Schlimmeres bei einem Trockner-Brand im Friesischen Wohnpark verhindert. Oft sind es Details, die einen Großbrand verhüten. So löschte die Feuerwehr Langstoft einen Wechselrichter in der Solaranlage der Reithalle Niebüll. Hierbei wird vor allem die Wärmebildkamera eingesetzt. Die Wärmebildkamera scannt nach der Löschaktion Brandumgebung und Abluftwege, um Brandnester zu entdecken. Defekte Rauchmelder sind immer wieder ein Thema, so auch bei der Meldung der Firma Dupont im Gewerbegebiet.

Die bereits erwähnte Löschaktion beim Brand eines Schleppers in Galmsbüll geriet spektakulär. Der Brand wurde mit Schaum bekämpft – und mit Wasser aus dem Wasserfass des Kameraden Max-Uwe Hansen, der stets 16 000 Liter Wasser für Einsätze bereithält. Die Wärmebildkamera wurde ebenfalls bei einem Brand in der Küche eines gastronomischen Betriebs, der bereits gelöscht war, eingesetzt. Hier galt es zu verhindern, dass Folgebrände entstehen.

Auch bei Verkehrunfällen war die Wehr im Einsatz, so im Bosbüller Weg oder im Kurt-Bachmann-Ring. Training ist alles: Es gab intensive Übungsszenarien auf dem Betrieb von Hauke Carstensen unter Beteiligung der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll-Deezbüll sowie dem DRK. Thema war hier die sehr problematische Rettung aus großer Höhe oder aber die Befreiung einer eingeklemmten Person. Immer wieder gab es Übungen für die Kameraden, bei denen die schnelle Öffnung von Fenstern- und Türen getestet wurde. Der Einsatz der Hundestaffel gehört alljährlich zum erweiterten Übungsprogramm.

Auch Training über Ortsgrenzen hinaus war angesagt: Die Galmsbüller Kameraden riefen zur großen Übung auf den Osterhof, mit der Jugendfeuerwehr wurde extra geprobt. Das Szenario an einem Haus im Gotteskoogdeich beschrieb dabei Großbrand und Verkehrsunfall. Es ist enorm, was Feuerwehrleute alles können – und es auch müssen. Zu den Aufgaben zählen Atemschutzübungen, Funkübungen, Fahrsicherheitstraininung und Gerätewartung. „Natürlich sind wir auch beim Laternelaufen dabei“, so Wehrführer Uwe Hansen. „Und auch Unterricht in den Kindergärten gehört zum Pflichtprogramm – unser Brandschutzerzieher Jörg Friedrichsen absolvierte 53 Stunden.“

Wichtig war laut Hansen 2017 die Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes. „Wir haben die Grundausstattung auf dem Anhänger geändert. Schläuche und andere Materialien sind auf Rollcontainern gelagert und können je nach Einsatz ausgetauscht werden.“ Für 2018 plant die Freiwillige Feuerwehr Langstoft einen Anbau für das Mehrzweckfahrzeug. „Hierüber wird die Stadtvertretung Niebüll im Januar entscheiden“, fasste der Wehrführer abschließend zusammen. Sein Dank ging am Ende des Abends an die Kameraden, die stets großes Engagement gezeigt hätten.




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