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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 10:19 Uhr

Neuer Pächter für den Kiosk gesucht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Ladelund sucht für das Naturbad einen Nachfolger für den Verkaufsstand / Badebereich wird derzeit gereinigt

Wer macht es? Das Naturbad Ladelund wird alljährlich von Tausenden von Wasserfreunden aus ganz Nordfriesland und dem südlichen Dänemark genutzt. Es ist sehr beliebt – und das soll auch so bleiben. Aus diesem Grund sucht die Gemeinde derzeit aktiv einen neuen Betreiber für den Kiosk, bei dem es bislang nicht nur Getränke, Naschwerk und Eis zu kaufen gab, sondern auch kleinere warme Gerichte. Zuletzt (von 2012 bis 2015) hatte Renate Schräber aus Stadum den Kiosk vom Naturbad geführt. Ihr gesundheitlich bedingtes Ausscheiden bringt die Gemeinde in die missliche Situation, nun über keinen Kioskbetreiber mehr zu verfügen. Bürgermeister Rüdiger Brümmer ist aber überzeugt, dass auch der Verkaufsstand wesentlich zur Beliebtheit des Naturbads beiträgt.

Gemütliche Zusammenkünfte von Schwimmgästen oder Angehörigen von Vereinen oder Verbänden – wie zum Beispiel das 2014 durchgeführte Treffen der Mitglieder des Ortsverbands Ladelund des Sozialverbands Deutschland – werden somit nicht mehr möglich sein, wenn sich nicht doch noch Interessenten finden, die den Kiosk in Eigenregie bewirtschaften möchten. Diese haben die Möglichkeit, ihr Interesse noch bis zum 15. Mai dem Ladelunder Bürgermeister (Dorfstraße 44) schriftlich kundzutun. Der Kioskraum wird pachtfrei überlassen. Abfallgebühren und Stromkosten müssen aber erstattet werden. Das Gemeindeoberhaupt hofft sehr, dass die genannte Lücke bezüglich der Vorbereitung der Badesaison 2016 noch termingerecht geschlossen werden kann.

Gegenwärtig wird das Naturbad für die Bade- und Schwimmsaison 2016 vorbereitet, die im Juni beginnt und bis September andauert. Gemeindearbeiter reinigen die Außenwände der Gebäude, mähen die Liegewiese, walzen die Wege und versehen den Uferrand mit Sand. Auch harken sie das Nichtschwimmerbecken aus. Fremdkörper im Badebereich werden aus dem Wasser entfernt, um Verletzungen zu vermeiden. Die Sicherheit des Sprungturms und dessen farblicher Zustand werden überprüft, alles DLRG-Rettungsgerät sicherheitstechnisch „auf Vordermann“ gebracht.

Die Gemeindevertretung Ladelund als Eigentümer der am 27. August 1960 eingeweihten Einrichtung hofft auf sonniges Wetter, viele Gäste und eine unfallfreie Saison.

Das in freier Natur gelegene Bad verdankt seine Entstehung letztlich dem intensiven Mergelabbau in der Gemarkung Ladelund in den Jahren 1906 bis 1927. Damals wurden 750  000 Kubikmeter des für Düngungsszwecke genutzten Materials gefördert und per Loren im weiten Umkreis verteilt. Die mit Grundwasser gefüllten Förderkuhlen lockten immer wieder unbeaufsichtigte Badewillige an, die sich – ohne schwimmen zu können – ins Wasser wagten. Zwei tödliche Badeunfälle veranlassten eine Gruppe verantwortungsbewusster Männer, den Bau eines Freibades zu planen und mit öffentlicher Unterstützung erfolgreich durchzusetzen. Anlässlich der Einweihungsfeier schrieb die Presse: „Das Schwimmbad in Ladelund ist ein typisches Beispiel dafür, was eine Handvoll Männer vermag, die sich ein Herz für die Jugend bewahrt hat.“ Das hervorragend angenommene Naturbad und dessen Gebäude wurden im Verlauf der Jahre immer mal wieder modernisiert.

Schon früh (um 1963) wurde den Badegästen die Möglichkeit geboten, kalte und warme Speisen und Getränke zu kaufen und zu verzehren. Als erste Pächterin des Kiosks blieb Adele Oechsle in guter Erinnerung, deren Dienste bis heute acht Nachfolger antraten.

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erstellt am 21.Apr.2016 | 11:13 Uhr

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