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Nordfriesland Tageblatt

24. August 2017 | 10:55 Uhr

Handel : Neuer Grenzmarkt für Aventoft

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein Brand zerstörte vor zwölf Jahren einen Grenzhandelsbetrieb im Ortsteil Hungerburg – jetzt soll der Markt wieder aufgebaut werden

Warmer Regen für die Grenzgemeinde: Die Gewerbesteuereinnahmen in Aventoft werden auch im kommenden Jahr noch um 58  000 Euro auf voraussichtlich 253  000 Euro ansteigen. Das berichtete Sven Matthiesen vom Amt Wiedingharde bei der Vorstellung des Haushaltsplanes mit -satzung für 2016 während der Gemeindevertretersitzung im Gemeinderaum der ehemaligen Schule. Weitere Haupteinnahmequellen sind der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer mit 150  200 Euro, die Grundsteuern A und B von zusammen 91  400 Euro sowie 21  000 Euro für die Strom-Konzession. Gleichzeitig steigen aber auch die zu zahlenden Umlagen für Gewerbesteuer, Kreis und Amt um 53  000 Euro auf 332  000 Euro. Zusätzlich ist dazu erstmalig auch eine Sonderzahlung als Finanzausgleichsumlage von 4000 Euro an das Land zu leisten. An Investitionen sind 58  000 Euro geplant, darunter 45  000 Euro für den Neubau einer Bauhof-Garage. Weitere Ausgabenschwerpunkte sind die Beiträge für Schulen und Kindergärten von 99  000 Euro, für die das Freibad.

Der Ergebnishaushalt weist bei Erträgen von 818  700 Euro nach Abzug der Aufwendungen noch einen kleinen Überschuss von 3600 Euro aus. Dagegen schließt das Ergebnis des Finanzplanes mit einem Fehlbetrag von 97  700 Euro ab, die aber aus liquiden Mitteln beglichen werden können. Trotzdem wird Ende 2016 noch mit einem Liquiditäts-Bestand von 110  500 Euro gerechnet. Fazit des Finanzausschusses: „Aufgrund der positiven Entwicklung der Gewerbesteuer und dem damit auch für das Jahr 2015 erfreulichen Jahresabschluss kann von einem sehr geordneten Haushalt gesprochen werden.“

Einstimmig genehmigte die Gemeindevertretung den Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss über die 4. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 6 für den Ortsteil Hungerburg, nördlich und westlich der Dorfstraße (L 6) und südöstlich des Wiedaudeiches als Sondergebiet. Hierdurch soll dem durch einen Brand vor zwölf Jahren zerstörten Grenzhandelsbetrieb der Wiederaufbau ermöglicht werden. Der Neubau erfolgt an der nördlichen Grundstücksgrenze, wobei die Stellplätze an die Dorfstraße verlegt werden. Die Gemeinde hatte hierfür bereits im Januar 2013 den Aufstellungsbeschluss gefasst und nach der öffentlichen Auslegung musste der Bauleitplan aufgrund der vorliegenden Stellungnahmen geändert werden. Hiernach wurde die Grundstücksgrenze von 0,4 auf 0,35 herabgesetzt, so dass innerhalb des Baufensters ein Grenzhandelsbetrieb mit einer maximalen Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern zulässig ist. Zusätzlich sind Lagerflächen von ebenfalls 1000 Quadratmeter sowie ein Außenlager von 500 Quadratmeter möglich.

Eigentlich sollten der Gemeindevertretung Aventoft jeweils neun Mitglieder angehören, die auch bei der letzten Kommunalwahl vor gut zweieinhalb Jahren gewählt worden sind. Aber wie bereits im letzten Jahr in der vorherigen Legislaturperiode sind es jetzt wieder nur noch acht. Denn Ineke-Anne Schweer vom SSW hat ihr Mandat vor geraumer Zeit wegen Fortzug aus der Gemeinde niederlegen müssen. Der einzige noch auf der SSW-Liste vorhandene Nachrücker Jens Bach Nielsen wird Aventoft aber auch in absehbarer Zeit verlassen und verzichtete deshalb auf sein Mandat. Damit sind neben den sechs Mitgliedern der Allgemeinen Unabhängigen Wählergemeinschaft (AUWG) nur noch zwei SSW-Vertreter im Gemeinderat. Aber auch in der AUWG gibt es ein Stühlerücken, denn der bisherige Vertreter Werner Grünberg wird die Gemeinde ebenfalls verlassen und legte sein Mandat während der letzten Gemeindevertretersitzung darum auch nieder. Auf der AUWG-Liste sind aber noch drei weitere eventuelle Nachrücker vorhanden. Als Folge des Ausscheidens aus dem Gemeinderat mussten einige Ausschüsse mit neuen Mitgliedern ergänzt werden. So gehören die Gemeindevertreter Klaus Geiger (AUWG) und Tobias Carstensen (SSW) künftig dem Bau- und Wegeausschuss und Gert Krause (AUWG) dem Kultur-, Sozial- und Umweltausschuss an.
 

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erstellt am 17.Dez.2015 | 18:14 Uhr

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