Freiwillige Feuerwehr : Neuer Feuerwehr-Chef für Niebüll

Amtsübergabe: Gemeindewehrführer Sönke Hansen mit seinem Vorgänger Uwe Mussack.
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Amtsübergabe: Gemeindewehrführer Sönke Hansen mit seinem Vorgänger Uwe Mussack.

Uwe Mussack stellt nach 21 Jahren sein Amt als Gemeindewehrführer zur Verfügung: Sein Nachfolger ist Sönke Hansen.

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29. Januar 2018, 10:41 Uhr

Niebüll | Niebülls neuer Gemeindewehrführer heißt Sönke Hansen. Nach 21 Jahren hatte sein Vorgänger Uwe Mussack in seiner vierten Amtsperiode sein Amt zur Verfügung gestellt. 66 der 77 anwesenden Feuerwehrleute beider städtischen Feuerwehren gaben dem 47-jährigen Hauptbrandmeister und Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Niebüll-Deezbüll ihre Stimme und wählten ihn somit an die Spitze der Gemeindefeuerwehr. Mussack, der kürzlich mit der Verdienstmedaille der Stadt für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, beglückwünschte seinen Nachfolger und wünschte ihm eine glückliche Hand.

In seinem letzten Tätigkeitsbericht betonte Uwe Mussack, dass die Eigenständigkeit beider Feuerwehren der Stadt die letzten Jahre immer im Vordergrund stand und es sich gezeigt hat, dass es so richtig war. Er ist zufrieden mit dem, was man die letzten Jahrzehnte gemeinsam erreicht hat. Seinem Nachfolger übergibt er „eine perfekt ausgerüstete und ausgestattete Gemeindefeuerwehr“. Trotzdem werde es sein Nachfolger nicht leicht haben, so Mussack, denn zukünftige Herausforderungen lägen im Bereich Personal und in der Verfügbarkeit der Einsatzkräfte. Die höhere Fluktuation im personellen Bereich, verbunden mit der Entwicklung, dass doch immer weniger bereit seien, Funktionen zu übernehmen, bedürfe sicherlich neuer Ansätze, hier zu motivieren.

Als Zukunftsvision wünscht sich Mussack eine bedachtere Wahl des Einsatzstichwortes verbunden mit einer intelligenteren Alarmierung – eine Alarmierung, bei der nicht mehr Kräfte alarmiert werden als benötigt. „Für eine Gemeindefeuerwehr, die gut ein Drittel der Einsätze auf Amtsebene abarbeitet, ist es wichtig, dass die Einsatzbereitschaft der Kräfte, als auch die Bereitschaft der Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter freizustellen, nicht überstrapaziert wird.“ Er dankte allen Feuerwehrangehörigen für ihre stete Einsatzbereitschaft und der Stadt für die langjährige, gute Zusammenarbeit und die kontinuierliche Bereitstellung der finanziellen Mittel.

Völlig überraschend wurde Siggi Fischer während der Versammlung durch den Abgeordneten des Kreisfeuerwehrverbandes und stellvertretenden Amtswehrführer Lutz Boysen mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Diese Ehrung wird verliehen für „Hervorragende Leistung im Feuerwehrwesen“. Siggi Fischer ist seit dem 23. Oktober 1953 Mitglied der Feuerwehr und begann seine Karriere als Gründungsmitglied in der Jugendfeuerwehr Niebüll. Am 11 Januar 1958 wechselte er in die Einsatzabteilung der Freiwillgen Feuerwehr Niebüll. Seit 1992 bekleidete er das Amt des Sicherheitsbeauftragten und des Brandschutzerziehers. „Auch nach der Fusion der beiden Feuerwehren Niebüll und Deezbüll im Jahre 2003 hat er seine Aufgabe mit großem Engagement fortgeführt“, teilten seine Feuerwehrkameraden mit. 1998 gründete er die Kasperbühne, die er auch zukünftig in kleinem Rahmen noch weiterführen wird. „Mit seinen kindgerechten Aufführungen im Rahmen seiner Brandschutzerziehung, wurde er weit über die Grenzen Niebülls hinaus bekannt und beliebt – mit seinem Märchenstück zur Weihnachtszeit ist er nach wie vor sehr gefragt“, heißt es weiter in einer Mitteilung der Feuerwehr.

Mit dem altersbedingten Übertritt in die Ehrenabteilung im Jahre 2006 musste nach 14 Jahren vorerst nur ein Nachfolger für das Amt des Sicherheitsbeauftragten gefunden werden, weil er seiner Stadt als Brandschutzerzieher mit voller Begeisterung erhalten blieb. Nachdem Siggi Fischer mit den Kameraden Frank Carstensen und Jörg Friedrichsen zwei motivierte Nachfolger als Brandschutzerzieher begeistern konnte, hat er im vergangenen Jahr nun das Amt des Brandschutzerziehers nach mehr als 24 Jahren übergeben.

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