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Instandsetzung : Neue Wege für den Langenberger Forst

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

17,3 Kilometer Waldwege im Langenberger Forst werden instand gesetzt / Kosten werden durch Einnahmen aus Holzverkauf getragen

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 05:00 Uhr

Der Sturm „Christian“ hatte vor knapp zwei Jahren den Langenberger Forst verwüstet. Nach den Aufräumarbeiten, der Holzaufarbeitung und der Holzabfuhr werden jetzt wieder große Maschinen gesichtet: Die Hauptwege werden von Grund auf instand gesetzt. „Es wird schier und schicker“, verspricht Förster Jörn Frank.

Der Wegebau steht regelmäßig auf dem Jahresprogramm der Försterei. Doch nach dem verheerendem Sturm Ende Oktober 2013 setzte man diese Maßnahme auf Sparflamme. Zu viele Lastkraftwagen frequentierten den Wald. Jeder von ihnen transportierte 25 Festmeter Holz ab. Es summierte sich auf 5  000 voll beladene Lkw, das entspricht einem Stau bis nach Hamburg. Dass durch diese Fahrzeugbewegungen die Wege extrem gelitten haben, ist nachvollziehbar. „Nun machen wir die Hauptwege komplett neu“, sagte der Förster. Seit wenigen Tagen müssen Sparziergänger wieder mit Behinderungen rechnen, denn Bagger & Co. sind seit wenigen Tagen erneut im Einsatz. Die Seitenstreifen werden aufgeräumt und humoses Material entfernt. Hier entstehen Spitzrinnen, die das ablaufende Wasser der 6,50 Meter breiten Wege aufnehmen sollen. Danach wird ein Grader (eine besondere Planierraupe) den Untergrund profilieren und glatt streichen, bevor weiche Stellen und Kuhlen mit Naturmaterial ausgefüllt werden. „Das Material kommt aus einem Steinbruch aus Norwegen. Die blau-grauen Steine haben eine Korngröße bis 32 Millimeter“, erklärte Jörn Frank. Eine Walze stampft alles fest, misst gleichzeitig die Dichte und markiert Stellen, an denen weiteres Naturmaterial nötig ist. Betroffen von dieser Maßnahme sind der Mittelweg, Rantzauhöhenweg, Rungeweg, Godbersenweg, Heidbergweg sowie vier namenlose Wege. Insgesamt werden 17,3 Kilometer Waldweg durch das Unternehmen Kiwi-Road-Waldwegebau bearbeitet.

Nicht befestigt werden darf beispielsweise der Ochsenweg. Vertiefungen sind wie bei der Petersburg bereits mit Sand aufgefüllt und werden noch mit einer Walze verfestigt. Gemulcht und überarbeitet worden sind außerdem die ausgewiesenen Reitpfade. Der Förster appelliert an die Reiter, nach Abschluss der Wegebauarbeiten nur ihre Route zu nutzen: „Ich reagiere empfindlich, wenn ich Roß und Reiter auf den neuen Wegen antreffe. Die Instandsetzungskosten liegen immerhin in einem sechsstelligen Bereich!“ Diese Summe wird durch Einnahmen aus dem Holzverkauf beglichen.

Die Arbeiten im Langenberger Forst dauern bis Ende September. Abschließend sollen die Ausschilderung der Wanderwege, Wegweiser, Ruhebänke, Informationstafeln sowie die weiteren Erholungseinrichtungen sukzessiv überholt – beziehungsweise ersetzt werden. Seinen besonderen Dank schickt Jörn Frank den Privatpersonen, Vereinen, Verbänden und Parteien, die in den vergangenen zwei Jahren Bänke und Nistkästen gestiftet haben und erst nun installiert werden: „Dieses Engagement ist ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Bevölkerung mit ,ihrem‘ Langenberg identifiziert.“

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