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Synergieeffekte nutzen : Neue Pläne rund um das Erlebnisbad

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit einem Sport- und Gesundheitscenter sowie Wohnmobilstellplätzen will die Gemeinde das Schwimmbad beleben. 2014 könnten die Pläne bereits umgesetzt werden.

Noch sind es nur zur Diskussion stehende Konzepte, die sich aber möglicherweise schon Anfang nächsten Jahres realisieren könnten. Denn geht es nach Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn, so „sind die Pläne erstrebenswert und eine Bereicherung für die Gemeinde“. Im Mittelpunkt der Überlegungen stehen Flächen des dauerhaft defizitären Erlebnisbades, die für zwei verschiedene Vorhaben genutzt werden könnten. Jüngst wurde im Infrastruktur- und Umweltausschuss ein Konzept für ein großes Sport- und Gesundheitscenter vorgestellt, das am südlichen Bereich des Hallenbads entstehen könnte. Und zwar dort, wo derzeit noch die ehemaligen Umkleidekabinen des früheren Freibads zu finden sind.

Eine Investoren-Gruppe, bestehend aus Unternehmern aus der Region, plant einen einstöckigen Neubau, der direkt an das Schwimmbad angrenzt und mit ihm durch einen gemeinsamen großzügigen Eingangsbereich verbunden ist. Nach einem Shop-in-Shop-Prinzip sollen in den behindertengerechten Räumlichkeiten neben dem Fitnessbereich auch ein Fahrradhändler, Physiotherapeut sowie Solarium-Betreiber Platz finden. Sowohl das Erlebnisbad als auch das Sport- und Gesundheitscenter, das die vorgesehene Fläche vermutlich pachten wird, bleiben zwei eigenständige Einrichtungen. „Wir erwarten aber Synergieeffekte“, so Rüdiger Wiese, Geschäftsführer der Gemeindewerke Leck, die das Bad betreiben. „Und letztendlich hoffen wir auf mehr Besucher.“

Ebenfalls avisiert ist ein weiterer Wohnmobilstellplatz für die Gemeinde mit rund 17 Stellplätzen östlich des Erlebnisbades. Die Stellplätze sollen mit einer Strom- und Frischwasserversorgung sowie einem Abfallsammelsystem ausgestattet werden. Verbindungswege zum Erlebnisbad, ein Schrankensystem sowie eine Entsorgungsstation sind ebenfalls vorgesehen. Auch damit will die Gemeinde das Bad beleben. Es werde sich zu einem kleinen Magnet entwickeln und den Tourismus beflügeln, prophezeit Langbehn. „Im Grunde schlagen wir mit beiden Projekten zwei Fliegen mit einer Klappe.“

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, setzt die Gemeinde nun eine Änderung des B-Plans Nummer 16 für das Gebiet nördlich des Jacob-Johannsen-Weges und östlich der Straße Am Stadion um, denn die beiden Vorhaben stießen bei den Kommunalpolitikern in Leck auf einhellige Zustimmung.

„Man kann das nur unterstützen“, meinte der Vorsitzende des Infrastruktur- und Umweltausschusses, Roland Mader (CDU) zu dem Neubau am Erlebnisbad. Bedenken gab es im Ausschuss nur hinsichtlich der rechtlichen Position. Klaus Schmidt (UWL) betonte, dass die Art von Partnerschaft „juristisch sauber im Vorwege geklärt werden muss mit entsprechende Ausstiegsklauseln“, während Johannes Erichsen-Bey (CDU) forderte, es müsse sichergestellt werden, dass das Gebäude auch fertig gebaut wird.

Zum Thema Ausstiegsklauseln machte der Bürgermeister nochmals deutlich, dass es sich um betriebswirtschaftlich voneinander losgelöste Unternehmen handelt.

Thomas Neidt, Badebetriebsleiter des Erlebnisbades, befürwortet die neuen Pläne. „Sie sind ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung.“

 

 

 

 

 

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erstellt am 21.Aug.2013 | 10:45 Uhr

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