Neue Nutzung für das „Lager 17“

Das ehemalige Bundeswehr-Depot soll als Sondergebiet  ausgewiesen werden.
Das ehemalige Bundeswehr-Depot soll als Sondergebiet ausgewiesen werden.

Die Firma Wind Nielsen GmbH aus Niebüll möchte seinen Firmen-Sitz auf das ehemalige Bundeswehr-Depots in Wimmersbüll verlegen

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30. März 2014, 17:28 Uhr

Eine Einwohnerversammlung ging der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Süderlügum im Feuerwehrhaus vorweg. Dabei ging es hauptsächlich um die Ausweisung eines Sondergebietes für die Einlagerung, Verpackung und den Versand von Windenergieanlagen sowie die Fertigung von Transportgestellen im Bereich des ehemaligen Bundeswehr-Depots in Wimmersbüll.

Das gut sieben Hektar große Areal mit den darauf befindlichen Hallen, im Volksmund auch „Lager 17“ genannt, gehört der VR Bank und wurde zuletzt als Getreidelager genutzt. Die Firma Wind Nielsen GmbH aus Niebüll, vertreten durch ihren Geschäftsführer Dirk Nielsen aus Süderlügum, möchte das Anwesen nun von der VR Bank erwerben und seinen Firmen-Sitz dorthin verlegen. Eine Lagerhalle soll dabei von einer benachbarten Handwerksfirma als Betriebsgebäude genutzt werden. Auf Nachfrage wurde bestätigt, dass aber kein Gewerbepark entstehen wird. Dieses sei auch im Sinne der benachbarten Anwohner, wie Hermann Schäfer betonte. Auch die übrigen vorgebrachten Fragen und Bedenken der Bürger, wie überwiegende Erhaltung des Baumbestandes und der Biotop-Flächen, Instandsetzung des Zaunes zum Wildschutz oder die Größe der Einfahrt, ohne Straße und Bürgersteig durch den Schwerlastverkehr zu belasten, konnten alle zufriedenstellend beantwortet werden.

Klaus Sievers, Vorstandsvorsitzender der VR Bank, sieht das Vorhaben besonders positiv für die Gemeinde, da ein junger Unternehmer nach Süderlügum zurück kommt und auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Gemeindevertretung beschloss für das Gebiet die Schließung eines Städtebaulichen Vertrages und die Überweisung zur Beratung in den Bauausschuss.

Weiteres Thema der Einwohnerversammlung war der Ausbau des Radweges an der K 85 (Bahnhofstraße) vom Bahnübergang bis zum OD-Stein nach Humptrup. Hans Uwe Joldrichsen, Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses sagte, dass eine Verbreitung auf 2,50 Meter mit einer grauen Pflasterung geplant ist. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, werden keine Anliegerbeiträge erhoben. Die Vertretung beschloss einstimmig, die Ausschreibung auf den Weg zu bringen. Der Baubeginn für den ist bereits für den Sommer vorgesehen.

Wie Hans Uwe Joldrichsen weiter mitteilte, soll mit der Sanierung des Gemeindehauses und der dortigen Toiletten am 1. Juni begonnen werden. Die Änderung für den Bebauungsplan Nr. 8 bezüglich der Erweiterung eines Imbisses bei einem Grenzmarkt wurde zur Beratung an den Bauausschuss überwiesen. Hier will man mit der antragstellenden Firma auch bezüglich einer ihr gehörenden leer stehenden Immobilie verhandeln.

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