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Versorgung : Neue Leitungen bleiben größter Posten

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zweckverband Drei Harden: Instandhaltung des Trinkwasserrohrnetzes kostete 1,2 Millionen Euro / Für 2016 sind ähnlich hohe Kosten eingeplant

„Es kann solide weiter gearbeitet werden.“ Diesen Schlussstrich zog Risum-Lindholms Bürgermeister Hauke Christiansen in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsteher nach der Jahresversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Drei Harden, die im Verbandsgebäude tagte. Auf der Tagesordnung standen Berichte und Vorausschau für die Wirtschaftsjahre 2014 bis 2016 für die Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Verbandsgeschäftsführer Heiko Thede zog eine umfassende Bilanz.

Drei Harden betreibt seit 60 Jahren die Trinkwasserversorgung für 26 Gemeinden, darunter auch die Halligen Oland und Langeneß. Seit elf Jahren bietet der Verband auch die Abwasserbeseitigung an, der sich bisher neun Gemeinden mit 13 Kläranlagen und -teichen angeschlossen haben. Temporäre Hauptaufgabe des Verbandes ist die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Trinkwasserrohrnetzes. Im vergangenen Jahr wurden zwölf Kilometer Leitungen erneuert und ein weiterer Kilometer in Neubaugebieten verlegt. Die Leitungserneuerung kostete 1,2 Millionen Euro. Im nächsten Jahr sind ähnlich hohe Kosten für neue Leitungen eingeplant. Immer wieder kommt es im alten Leitungsnetz zu Rohrbrüchen wie jüngst an der B 5 in Nähe der Autoverladung.

Auch wurden die 14 Brunnen untersucht, von denen die meisten in gutem Zustand sind und einige ältere durch neue Brunnen ersetzt werden sollen. Im Wasserwerk musste ein Dach erneuert werden.

Für dieses Jahr rechnet Drei Harden mit einem geringeren Wasserverbrauch als in den Vorjahren. Grund dafür waren das feuchte Frühjahr und die übers Jahr verteilten hohen Regenmengen. Gefördert wurden 2,98 und verkauft 2,80 Millionen Kubikmeter (Vorjahr 3,09/29,19) Trinkwasser. Zur Finanzierung der geplanten Maßnahmen wurde der Wasserpreis zu Beginn dieses Jahr von 73 auf 80 Cent pro Kubikmeter erhöht. Im Bundesvergleich liegt Drei Harden mit seinem Wasserpreis nach wie vor günstig.

Die Abwassermengen werden sich kaum steigern. Bisher haben neun Gemeinden die Abwasserbeseitigung dem Verband übertragen. Größte „Abwasserlieferanten“ sind die Gemeinden Risum-Lindholm und Dagebüll. In Dagebüll müssen wegen der Schöpfwerksverlegung Trink- und Abwasserleitungen umgelegt werden. Der Stromverbrauch ist im Vergleich zu den Vorjahren leicht gesunken und wird in diesem Jahr bei 1,15 Millionen Kilowattstunden liegen.

Im Erfolgsplan des Gesamtetats 2015 stehen Erträgen von 4,99 Millionen Euro Aufwendungen von 4,95 Euro gegenüber. Beim Trinkwasser wird mit einem Fehlbetrag von 10 000 Euro und bei Abwasser mit einem Überschuss von 52 000 Euro gerechnet. Im Vermögensplan standen Ausgaben von 2,13 Millionen Einnahmen von nur 1,98 Millionen Euro gegenüber, so dass für die Investitionen ein Kredit in Höhe von einer Million Euro vorgesehen wurde. Für 2016 übersteigt das Volumen von Erträgen und Aufwendungen die Fünf-Millionen-Grenze. Im Vermögensplan nähert es sich der Drei-Millionen-Grenze.

Auch künftig behält der Grundwasserschutz höchste Priorität, so dass auch nachfolgende Generation mit qualitativ einwandfreien Trinkwasser versorgt werden können. Dringend notwendig bleibt die fortlaufende Erneuerung der Trinkwasserrohre, die nicht zuletzt durch stete Rohrbrüche „angemahnt“ wird. Drei Harden bietet den Mitgliedsgemeinden auch weiterhin seine Dienste in der Abwasserbeseitigung an sowie die Übernahme weiterer Anlagen.

In der Verbandsversammlung trat diese Änderung ein: In der Gemeinde Galmsbüll trat Bürgermeisterin Sinje Stein die Nachfolge von Norbert Rühmann an und übernimmt auch dessen Sitz im Finanzausschuss.

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erstellt am 22.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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