zur Navigation springen

Wiedereröffnung : Neue Leiterin für „Jims Café“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach einjähriger Pause überimmt Stephanie Hilgendorf die Führung des suchtmittelfreien Treffpunkts in Niebüll. Neu im Programm ist der "verschobene Kaffee".

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 07:00 Uhr

Drei Monate war es geöffnet, dann blieben die Türen von „Jims Café“ für 13 Monate geschlossen. Aufgrund der personellen Veränderungen im Diakonischen Werk Südtondern fehlte lange Zeit eine Leitung für die Einrichtung (wir berichteten), die unter anderem als Anlaufpunkt für Jugendliche gelten soll. Mit Stephanie Hilgendorf als neue Leiterin soll das Café nun ab sofort wieder dauerhaft geöffnet sein.

„Ich habe immer hinter der Idee gestanden“, sagte Kirsten Karberg, kommissarische Leiterin des Beratungs-und Behandlungszentrums in Niebüll, anlässlich der Wiedereröffnung. In Stephanie Hilgendorf habe sie genau die richtige Person gefunden, um das Konzept fortzuführen. Stephanie Hilgendorf ist ausgebildete Suchtpräventionsfachkraft und gelernte Hotelfachfrau. Nachdem sie lange Zeit ein Spielzeugwarengeschäft in Niebüll führte, freut sie sich nun auf die neue Aufgabe, mit der sie zu ihren alten Wurzeln zurückkehren kann.

Wie in „Jims Bar“, wo Jugendliche das Mixen von alkoholfreien Cocktails lernen können, soll auch in Jims Café der Genuss ohne Alkohol im Vordergrund stehen und somit auch als Begegnungsstätte für Sucht-Selbsthilfegruppen geeignet sein. Das Konzept ist im großen und ganzen unverändert geblieben. Es gibt jedoch einige Neuerungen. Die Möbel sind neu und auch das pinkfarbene Logo an der Tür wurde durch einen grünen Schriftzug ersetzt. „Wir haben uns gedacht, wenn schon ein Neuanfang, dann auch richtig“, erklärt Kerstin Karberg zur Begründung.

Auf eine Neuerung ist sie besonders stolz und zwar den „verschobenen Kaffee“. Auf einer großen Tafel an der Wand werden die Besucher nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern sie können dort auch anhand einer Strichliste sehen, ob es einen Kaffee, Saft oder ein Stück Kuchen gibt, das ein anderer Gast bereits bezahlt hat. Wer möchte, kann etwas ausgeben, wovon dann ein anderer Gast profitiert. „Das Ganze hat nichts von einer Spende oder Bittstellung und die Gäste müssen auch nicht erst fragen, ob etwas da ist. Anhand der Liste können sie gleich sehen, es gibt beispielsweise einen verschobenen Kaffee und sich diesen dann bestellen“, erklärt Kirsten Karberg.

Jims Café ist ab sofort von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Die Einrichtung ist konzipiert als ein Ort, der die berufliche und soziale Integration fördert und Interessierte dabei unterstützt, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen. Jims Café ist eine suchtmittelfreie Umgebung, die bei der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit hilft und auch an drei Nachmittagen pro Woche Nachhilfeunterricht für Jugendliche bietet.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen