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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 07:17 Uhr

Ehrenamt : Neue Helfer für den Hospizverein

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der ambulante Dienst im Hospizverein Südtondern hat personelle Verstärkung bekommen. Nach einjähriger Ausbildung unterstützen nun weitere neun ehrenamtliche Tätige die Organisation bei der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2013 | 05:30 Uhr

Der ambulante Dienst im Hospizverein Südtondern hat personelle Verstärkung bekommen. Heike Matthiesen, Koordinatorin, Ausbilderin und Palliativ-Care-Fachkraft, stellte im Gemeindehaus an der Christuskirche neun Ehrenamtliche vor, die eine einjährige Ausbildung absolviert haben.

Mit ihnen – acht Frauen und einem Mann – verfügt der Hospizverein jetzt über 50 Ehrenamtler, die helfen werden, Schwerstkranken und Sterbenden bis zuletzt ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Im Mittelpunkt ihres Engagements werden die Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen und deren Angehörigen stehen. Einsatzplanung, Beratung und Koordination liegen in Händen von Heike Matthiesen, die die Ausbildung gemeinsam mit der Diplompsychologin Agnes Gröttrup durchführte.

Die bisher einjährige Schulung soll künftig bei gleichen Inhalten und Stundenzahlen nur ein halbes Jahr dauern. Die nächste beginnt im Januar 2014 und dauert bis zum Sommer. Dem Grundkurs schließt sich ein Praxisteil an, in dem die Teilnehmer Seniorenheime besuchen und Kontakte zu den Bewohnern aufnehmen. Doch auch nach der Ausbildung hört das Lernen nicht auf. Es gibt regelmäßige Treffs, in denen die Ehrenamtlichen untereinander Erfahrungen austauschen.

„Wer zu uns kommt und so was macht, hat ein großes Herz“, sagt Heike Matthiesen. „Ihr Engagement sehen die Hospizbegleiter auch als Berufung“, empfindet Agnes Gröttrup. „Ich möchte von all dem, was mir im Leben an Gutem widerfahren ist, etwas zurückgeben“, sagt Manfred Wolters, der einzige Mann in der Frauenrunde, aus der Angela Ehlers spontan erklärt, es sei einfach eine wunderbare Sache, betroffenen Menschen beistehen zu können. An Erfahrung habe es den jetzt ausgebildeten Kräften nicht ermangelt, meinte Agnes Gröttrup. Es seien gestandene Persönlichkeiten mit einer guten Portion Lebenserfahrung und von daher geeignet zu kommunizieren, helfende Gespräche zu führen und zu vermitteln, wie man mit dem Leben umgeht.

Doch es kommen, wie Heike Matthiesen erläuterte, auch praktische Dinge zur Sprache, wie etwa religiöse Unterschiede oder die Bestattungskultur.

Getreu dem von der englischen Ärztin Cicely Saunders, der Begründerin modernen Palliativmedizin und der Hospizbewegung, geprägten Spruch „Dem Leben nicht mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“, haben sich folgende Personen in den Dienst gestellt: Angela Ehlers, Karen Sumera, Linda Hoffmann, Manfred Wolters, Karola Jessen, Jutta Siebert, Rosemarie Thode, Bettina Friedrichsen und Sigrid Jürgensen.

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