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Nahverkehr in Südtondern : Neue Haltestellen für die Bürgerbusse

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Damit Fahrgäste am Lecker ZOB besser ein- und aussteigen können, plant die Gemeinde eine Verlegung der Station für knapp 10.000 Euro.

Es wird eng am ZOB, wenn Linienbusse und die „Bürgerbusse Ladelund“ dort zur selben Zeit Halt machen. Deshalb wünscht sich der Bürgerbusverein eine eigene Haltestelle. Das sahen die Mitglieder des Infrastruktur- und Umweltausschusses ein und befürworteten die Errichtung von zwei neuen Haltestellen. Das wird 9600 Euro kosten – und soll im 1. Nachtragshaushalt eingeplant werden.

Das Projekt „Bürger fahren für Bürger“ hat sich zum Erfolgsmodell herauskristallisiert. Seit Juli 2014 nutzen immer mehr Fahrgäste die schnelle Verbindung zwischen den Dörfern, im April stiegen laut Statistik 1642 Menschen ein und aus. Angefahren werden inzwischen acht Gemeinden, seit November 2015 sind Lecks Ortsteile Klintum und Osterschnatebüll mit einbezogen.

Neben anderen Stationen in Leck wird auch der ZOB vom Bürgerbus angefahren. Aber weil die derzeitigen Haltestellen durch die Schnellbusse derart häufig frequentiert werden, ist ein längeres Stehen der Bürgerbusse hier nicht möglich. Insbesondere wenn ein langer Gelenk-Bus dort verweilt, besteht kaum Platz für einen und schon gar nicht für zwei Bürgerbusse. Da aber die Bürgerbusse vornehmlich von älteren Fahrgästen genutzt werden und diese zum Ein- und Aussteigen speziell mit Rollstühlen und Rollatoren einen erhöhten Bordstein benötigen, muss dafür eine Möglichkeit geschaffen werden. „Der ZOB in Leck ist der Hauptumschlagspunkt, die Drehscheibe, wo alle in alle Richtungen fahren“, sagte Bürgermeister Andreas Deidert. Er riet, den Bürgerbus komplett aus der Fahrspur der Linienbusse herauszunehmen. Er lobte das Bürgerbus-Projekt: „Wir profitieren von den Bürgern aus dem Umland. Sie kommen nach Leck, suchen Ärzte auf, gehen beispielsweise ins Erlebnisbad und vor allem in die Geschäfte. Das stärkt unseren Ort.“ Diese Meinung teilten die Politiker. Nun soll die neue Haltestelle zwischen der bestehenden und dem Viehmarkt entstehen. Um genügend Platz für zwei Bürgerbusse zu haben, wird eine Pflanzfläche umfunktioniert, entsprechend gepflastert und Granithochborde gesetzt. „Im Zuge der Barrierefreiheit ist es wichtig, dass eine solche Haltestelle mit Hochborder gebaut wird“, sagt Heike Prechel, Vorsitzende des Vereins Bürgerbus Ladelund. Sie hat für die vergangenen zwei Monate eine Statistik erstellt: „31 Prozent unserer Fahrgäste steigen in Leck aus und 38 Prozent der Fahrgäste steigen in Leck ein. Das ist bei insgesamt rund 3400 Fahrgästen in den Monaten März und April nicht unerheblich.“ Am 26. Mai wird auf der Sitzung der Gemeindevertretung abschließend über das Thema abgestimmt.

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