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Nordfriesland Tageblatt

12. Dezember 2017 | 04:07 Uhr

Investition : Neue Energien werden erlebbarer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das veraltete Elektrolabor der Beruflichen Schule in Niebüll und das Schulleiterbüro wurden modernisiert

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 07:00 Uhr

Die Ausrüstung des Elektrolabors stammte noch aus dem vergangenen Jahrtausend. Ein Teil davon war 40 Jahre alt. Seit 1975 hat sich der technische Fortschritt rasant weiterentwickelt. Doch die Berufliche Schule des Kreises Nordfriesland will nun Schritt halten und präsentierte jüngst ein nagelneues Elektrolabor, das sich der Kreis Nordfriesland als Schulträger 200  000 Euro kosten ließ.

Nutznießer der Ausstattung sind der technische Zweig des Beruflichen Gymnasiums, die Berufsfachschule III „Erneuerbare Energien“, der fachhandwerkliche Bereich im dualen System sowie einige benachbarte Schulzweige, die elektronische Bereiche tangieren. In den Genuss der Modernisierung kommen etwa 300 bis 400 Schülerinnen und Schüler, ließ Oberstudiendirektor Finn Brandt wissen. Auch er profitiert von der Neuerung, nachdem Schüler des 3. Ausbildungsjahres eine komfortable Gebäudeleittechnik in seinem Büro installierten, mit deren Hilfe Heizung und Beleuchtung gesteuert und Einbrechern das Handwerk erschwert wird. Außerdem profitieren Wirtschaft und Handwerk vom schulischen Angebot, aus dem den Betrieben gut ausgebildete Nachwuchskräfte zufließen. Im Übrigen wird der breiten Öffentlichkeit kundgetan, dass die Schule auch im elektrotechnischen Bereich „up to date“ und mit ihrer topmodernen Ausstattung fach- und sachgerecht gut aufgestellt ist.

Günter Jannsen, Fachlehrer für Elektrotechnik, gab nähere Erläuterungen. Weil ins heutige Berufsbild viele neue Techniken einflossen, wurde die Neuausstattung sorgfältig ausgewählt – und zwar auch mit dem Gedanken, neue regenerative Bereiche wie Photovoltaik und Windkraft praxisnah erlebbar zu machen. Hinzu kommt noch, dass das Ambiente im Elektrolabor eine freundliche Lernatmosphäre schafft. Erklärte Absicht der Schule sei, mit den Neuerungen den Wechsel von der Schul- in die Berufswelt zu unterstützen. Hier werde, wie es hieß, Fachwissen praxisnah vermittelt, „Lernen gelernt“, selbstgesteuertes Lernen trainiert, Theorie praktisch angewandt oder Praxis theoretisch aufgearbeitet und ganzheitliches Lernen gefördert. Fächer- und klassenübergreifend wird mit anderen Schularten im Team kooperiert. Und an zwei bereits bestehenden Modellhäusern wird Installation geübt, für die das nötige Wissen im Labor besser erlernt werden kann.

Was im Dienstzimmer des Schulleiters vor sich ging, nennt sich Gebäudeleittechnik oder „Local-Control-Network-Binary Using System (LCN-BUS)“. Die Azubis erarbeiteten die verschiedenen Schritte selbst. Sie präsentierten sich als Dienstleister, sprachen mit dem „Kunden Schulleiter“ und führten Verhandlungen mit Lieferfirmen, mit dem Vertreter des Kreises und dem Hausmeister. Realisiert wurde das Vorhaben in den Sommerferien.

Als Initiator, Motor und Mentor dieses Gesamtpakets mit Neuerungen zeigte sich Schulleiter Finn Brandt, der aus seiner beruflichen Vergangenheit über reiche Erfahrungen aus dem Metier Elektrotechnik und Informatik verfügt. In der Begrüßung der Vertreter der Lieferfirmen, der Elektroinnung und des Kollegiums hatte er anklingen lassen, dass es bei den Neuerungen im Elektrolabor um einen Schritt in die Zukunft geht und nicht darum, wie er scherzte, „das Ohmsche Gesetz zur Abstimmung zu stellen“.


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