zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

19. August 2017 | 06:13 Uhr

Neue Decke für den Revtoftweg

vom

Gemeindevertretung beschloss Sanierung des Teilstücks zwischen Nolde Stiftung und Einmündung Nordosterdeich

Neukirchen | Das 2,3 Kilometer lange Teilstück des Revtoftweges zwischen der Einmündung zur Nolde Stiftung und dem Nordosterdeich soll ausgebaut werden. Das beschloss die Gemeindevertretung in ihrer zweiten Sitzung. Mit den Bauarbeiten an der Deckenerneuerung soll begonnen werden, wenn der Abbau des Festplatzes vom Musikfestival am Hülltoft Tief beendet ist.

Die Baukosten für diese Maßnahme sind mit Kosten von 220 000 Euro veranschlagt. Nach neuer Gesetzeslage werden alle Anlieger dieses Gemeindeweges 1. Klasse (G I K) an den Baukosten mit einer Gesamtsumme in Höhe von 22 000 Euro beteiligt. Die Umlageanteile bewegen sich zwischen 1500 und einigen hundert Euro. Obwohl nur als "Deckenerneuerung" bezeichnet, kommt die Maßnahme wegen ihres Umfanges einem Ausbau gleich und ist daher "umlage-relevant."

Die Straßenbaumaßnahme wird als Abschnitt II bezeichnet. Abschnitt I zwischen der Aventofter Straße und der Einmündung nach Seebüll ist bereits saniert worden, hat aber mit der Brücke über die Schmale eine Problemstelle.

Diese 1955 im Rahmen des Programms Nord als Teil einer "Wasserlösung" errichtete Brücke ist laut Verkehrszeichen Nummer 262 der Straßenverkehrsordnung nur für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht bis zu 12 Tonnen zugelassen. Auf diese Einschränkung wird bereits auf der Aventofter Straße (K 106) zwischen Niebüll und Aventoft hingewiesen - und lenkt "Nolde-Busse" auf einen Umweg über Aventoft, Rosenkranz und Neukirchen.

Im Widerspruch dazu stellt sich der landwirtschaftliche und Schülerbusverkehr. Als in der Krakebüller Straße die Schmale-Brücke erneuert wurde, wurde der gesamte Verkehr (auch Schwerlastverkehr mit bis zu 60 Tonnen Gewicht) über den Revtoftweg umgeleitet - und damit auch über eben diese Brücke.

Bürgermeister Peter Ewaldsen rätselt, nach welchen Kriterien die 12-Tonnen-Begrenzung für die "Revtoft-Brücke" wohl festgesetzt worden sein mag. Aus den mittlerweile aufgefundenen, lange Zeit beim Deichbauamt Niebüll gehüteten Bauakten zu dieser Brücke gehe nach seinen Worten nichts dazu hervor. Er vermutet, dass man damals in Unkenntnis der möglichen Belastungen auf der sicheren Seite hatte sein wollen. Das soll sich jetzt klären. Ein Statiker soll anhand der Akten prüfen, "was Sache ist."

Eine weitere Frage wird sich wahrscheinlich nicht klären lassen, nämlich wem die Brücke gehört. Den Revtoftweg zu einer Kreisstraße umzuwidmen, ist der Gemeinde nicht gelungen - trotz der längst überregionalen Beanspruchung durch jährlich 60 000 Pkw, die das Nolde-Museum ansteuern.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen