Wohnen in Neukirchen : Neubaugebiet für Neukirchen

Im Anschluss an den „Alten Koog“ soll ein neues Wohnbau-Gebiet entstehen.
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Im Anschluss an den „Alten Koog“ soll ein neues Wohnbau-Gebiet entstehen.

Gemeinde erwirtschaftet Überschuss und die Kindergarten-Erweiterung steht zur Debatte.

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28. Dezember 2017, 03:39 Uhr

Neukirchen | Von einer positiven Entwicklung sprach Frerk Matthiesen vom Amt Südtondern, als er den Haushaltsplan mit Satzung für 2018 für Neukirchen während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter vorstellte. Bei Erträgen von 2,018 Millionen Euro und Aufwendungen von rund 1,966 Millionen Euro wird mit einem Jahresüberschuss von 51 800 Euro gerechnet.

An größeren Investitionen plant die Gemeinde Anschaffungen für die Feuerwehr mit 61 000 Euro sowie die Erschließung des neuen Baugebietes hinter dem „Alten Koog“ für 150 000 Euro. Hier finden demnächst Boden- und vorsorglich Altlastenuntersuchungen statt, so der Bauausschussvorsitzende Ernst Nissen. Er empfahl den potenziellen Käufern zusätzlich, eigene Bodenproben für die jeweils zu erwerbenden Baugrundstücke zu entnehmen.

Größte Einnahmenposten im Haushalt für das nächste Jahr sind die Steuern mit zusammen rund 794 000 Euro und die um 61 000 Euro auf 858 000 Euro ansteigenden Schlüsselzuweisungen als ländlicher Zentralort. Aber auch die abzuführenden Umlagen steigen auf 681 000 Euro an. Die Verbindlichkeiten der augenblicklich 1150 Einwohner zählenden Gemeinde verringern sich auf 209 000 Euro. Die Realsteuer-Hebesätze bleiben mit 330 Prozent für die Grundsteuern A und B sowie 380 Prozent für die Gewerbesteuern unverändert. Hierzu merkte Gemeindevertreter Thomas Nissen an, dass man bei dem eventuellen Wegfall der Straßenausbau-Beitragssatzung die Grundsteuern A und B überdenken sollte. Man wolle jedoch die anstehende Gesetzesänderung des Landes abwarten.

Eine breite Diskussion gab es über Kostensteigerungen für den Evangelischen Kindergarten und den damit verbundenen Erhöhungen der Gebühren. Dieses ist auch auf die steigenden Kinderzahlen (knapp 50) dort zurückzuführen, wie der Vorsitzende des Jugend- und Sozialausschusses Jörg Hansen und der stellvertretende Bürgermeister Thomas Dose ausführten. Dazu merkte Bürgermeister Peter Ewaldsen an, dass auch die Leistungen gestiegen seien, wie Aufnahme von Krippenkindern und der Ganztagskindergarten mit Öffnungszeiten von 6.45 Uhr bis 17 Uhr. Auch sei eine Erweiterung des Horts dringend erforderlich. Da kommt es gerade recht, dass die Schul-Hausmeisterwohnung frei geworden ist und nicht mehr benötigt wird. Eigentümer ist die Gemeinde Neukirchen, am Kindergarten sind auch die Nachbargemeinden Aventoft und Rodenäs beteiligt. Deshalb sollen bezüglich einer Erweiterung gemeinsame Gespräche mit der Kirche geführt werden.


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