Gemeindehaus : Neubau wird teurer als gedacht

So könnte es aussehen: das Lübke-Kooger Gemeindehaus mit Feuerwache im Modell.
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So könnte es aussehen: das Lübke-Kooger Gemeindehaus mit Feuerwache im Modell.

Das Gemeindehaus im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog wird den geplanten Kostenrahmen übersteigen.

shz.de von
21. Mai 2014, 09:30 Uhr

Der Bau des Gemeindehauses im Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog auf dem Grundstück der früheren Schmiede ist zwar beschlossene Sache. Doch ist die Auftragsvergabe noch keineswegs in Tüten und Papier. Grund für die jedoch voraussichtlich nur kurze Verzögerung ist das Submissionsergebnis, das den von der Gemeinde festgelegten Kostenrahmen im Bereich einer Million Euro deutlich übersteigt.

„Wir müssen noch einige Einsparungen ausgucken“, erklärte Bürgermeister Christian Nissen. Wo genau das der Fall sein kann, vermochte er noch nicht zu sagen. Gemeindevertreter und Architekturbüro (Limbrecht & Partner, Niebüll) wollen in diesen Tagen kostengünstigere Alternativen ausloten. Unter anderem könnte es eine andere Heizungstechnik sein. Nicht zu umgehen wird die um 100 000 Euro teure Notwendigkeit sein, durch den Kleiboden des Kooges auf einstigen Seesand zu stoßen.

Am Raumprogramm dürfte sich nichts ändern. Vorgesehen ist ein Bauvorhaben auf 600 Quadratmeter Fläche, das sich Gemeinde und Feuerwehr teilen. Für die Koogsfeuerwehr wäre eine neue Feuerwache ohnehin vonnöten gewesen, weil Normen und Anforderungen im Brandschutz an derlei Einrichtungen deutlich höher geschraubt wurden. Die Wehr bekommt eine Fahrzeugbox für ihr Fahrzeug vom Typ LF 10/6 und kann die Funktionseinrichtungen des Gemeindehauses mitbenutzen.

Kern des Hauses ist ein Versammlungs- und Veranstaltungsraum mit Platz für 90 Personen. Hinzu kommen der Sanitärbereich, Küche und Umkleidemöglichkeiten. Den Beschluss zum Bau fasste die Gemeindevertretung vor Jahresfrist. Die Entscheidung zum Bau des Gemeindehauses ergab sich nach den Worten des Bürgermeisters auch dadurch, dass der Rentoftkrug seit geraumer Zeit geschlossen ist „und wir in unserer Gemeinde mit ihren 180 Einwohnern vieles nicht durchführen können.“

Mit dem Bau soll begonnen werden, wenn die Bausumme den Erwartungen der Gemeindevertretung entspricht. Das könnte, wenn es gut läuft, in zwei, drei Wochen der Fall sein. Christian Nissen: „Zum Biikebrennen 2015 wollen wir fertig sein.“

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