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Nordfriesland Tageblatt

20. Oktober 2017 | 13:49 Uhr

Neubau hat Folgen für die Anwohner

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Stadtvertretung beschließt Erneuerung der Sporthalle 1 und der Südtondernhalle / Umfangreiche Bauarbeiten in der Tondernstraße absehbar

von
erstellt am 24.Jun.2016 | 17:55 Uhr

Stadtvertreter Ralph Hoyer (SPD) brachte es auf den Punkt: „Wir können stolz sein.“ Die Stadt Niebüll tut viel für den (Schul-)Sport und erneuert Zug um Zug sowohl die Sporthalle 1 des Schulzentrums als auch die Südtondern-Halle. Bürgermeister Wilfried Bockholt sprach von einem „Quantensprung“, denn bald habe die Südtondernhalle eine Drei-Feld-Anlage.

Bettina Sprengel (CDU) stellte die Baumaßnahmen und die Finanzierung vor. Die Kosten für die energetische Sanierung der Sporthalle 1 samt Neubau des Umkleidetrakts liegen bei 3,2 Millionen Euro. Die Stadt übernimmt 1,4 Millionen, der Kreis den Rest. Baubeginn ist nach der Niebüll-Messe, Ende 2017 soll alles fertig sein. Für das Bauvorhaben Südtondernhalle – Baubeginn ist 2018 – werden sich die Kosten voraussichtlich auf 3,6 Millionen Euro belaufen. Eine Sanierung hätte 2,6 Millionen gekostet. Die Mehrkosten im Vergleich zur Sanierung werden vom Schulverband als Träger übernommen. Schulverband und Stadt teilen sich insgesamt die Kosten zwei Drittel zu ein Drittel. Das passt: Die FPS nutzt nämlich im Verhältnis zum TSV Rot-Weiß-Niebüll zu eben diesen Anteilen die Halle.

Die Stadtvertretung stimmte beide Male nahezu einstimmig ab; Kritikpunkte gab es wenige. So ärgerte sich Thomas Uerschels (SPD) über die mangelnde Qualität der Vorlage beim Thema Schulsporthalle 1. „Wir wissen nicht, welche Auswirkungen das auf den Haushalt hat.“ Die Zahlen sollen nun nachgeliefert werden. Das Thema Barrierefreiheit spielte ebenfalls eine Rolle. Der Seniorenbeauftragte, Christian Meyer-Dulheuer, machte wie der Behindertenbeauftragte Manfred Steffens auf die mangelnde Zuwegung der Schulsporthalle 1 aufmerksam. Der Bürgermeister verwies auf die Richtlinien der Landesbauordnung, die für eine entsprechende barrierefreie Umsetzung beim Bau im Gebäudeinneren gelten.

Zum Knackpunkt der Neubau-Szenarien könnten die Anwohner werden. Denn in der Tondernstraße hinter der Südtondernhalle werden umfangreiche Bauarbeiten starten. Es wird eine neue Anbindung von der Tondernstraße zur Halle geben. Zudem fallen die Schrägparkplätze weg. „Wir müssen rechtzeitig ins Gespräch kommen“, mahnte Bürgervorsteher Uwe Christiansen an. Bürgermeister Wilfried Bockholt empfahl, dass zunächst eine Planung erfolgen solle, so dass man bei einer Diskussionsveranstaltung im Herbst etwas in der Hand habe. „Wir müssen die Bürger mitnehmen“, setzte Uwe Christiansen nach.

Insgesamt erfolgte von allen Fraktionen ein Lob an Schulverband und Kreis für die gute Zusammenarbeit. Der SSW lobte besonders die neue Architektur der Südtondernhalle als eine „gute Entscheidung“. Bernd Neumann (CDU) pries nicht nur die neuen Möglichkeiten für den Schulsport, sondern auch die Nachhaltigkeit der Neubauten beziehungsweise der Sanierung.


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