Winterfest der VHS : Netzwerk auf hohem Niveau

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22. Februar 2011, 08:00 Uhr

Niebüll | Die Niebüller Volkshochschule (VHS), vor 65 Jahren gegründet, wird seit einem Jahrzehnt von Peter Schipper geleitet. Die Wintertreffen der Mitglieder sind längst zu einer schönen Tradition geworden. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit, und zwar nicht nur in Anbetracht der bereitstehenden leckeren Schnittchen und der Auswahl an guten Getränken, sondern in erster Linie wegen der anregenden Gespräche untereinander. Der 65. Geburtstag wurde im Naturkundemuseum gefeiert.

Der Blick zurück ins Gründungsjahr 1946 war vor allem für die "Zugereisten" von Interesse. Sieben Niebüller gründeten damals einen "Volkshochschulverein Südtondern in Niebüll". Erster Leiter wurde der Rektor der Volksschule Paul Jessen. Da der Bildungshunger nach dem Zweiten Weltkrieg groß war, wurden anfangs hauptsächlich Vorträge angeboten. Um nicht frieren zu müssen, brachten die Zuhörer Brennbares für den Ofen mit.

Der diesjährige Treffpunkt war, nicht wie gewohnt, das Haizmann-Museum, sondern dem Anlass entsprechend gewählt worden. "Wir befinden uns hier sozusagen an ,historischer Stätte", erklärte der Vorsitzende. Von 1923 bis 1960 diente das Haus als Sitz der Kreisverwaltung. 1980 zog das Naturkundemuseum ein.

In den zurückliegenden 65 Jahren hat sich die Volkshochschule stetig in "unglaublicher und glücklicher Weise entwickelt". Projekte wie der Lehrgang "Umgang mit Demenzkranken" schrieben Erfolgsgeschichte. Ein weiteres erfolgreiches Projekt ist der Sprach- und Integrationskurs für junge Migranten. Das dritte besondere Projekt ist die Organisation einer Offenen Ganztagsschule in Niebüll (wir berichteten). Volkshochschulleiter Schipper: "Unser Vereinsziel ist nach wie vor, den Bürgern in und um Niebüll ein umfangreiches Weiterbildungsangebot auf höchstem Niveau anzubieten".

Niebülls Bürgervorsteher Uwe Christiansen unterstrich die Bedeutung der Bildungsstätte für die Region Südtondern. "Durch die Zusammenarbeit der Volks hochschule mit der Universitätsgesellschaft und dem Richard-Haizmann-Museum ist ein überaus wichtiges Netzwerk entstanden."

Kein Winterfest ohne eine Überraschungseinlage. Frooiohnesorg alias Malte Christiansen (17) begeisterte die Zuschauer im Naturkundemuseum auf traditionelle gauklerische Art und Weise.

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