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Bramstedtlund hat entschieden : Nein zur Anhebung der Hundesteuer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Allerdings steigen im kommenden Jahr die Hebesätze um zehn Prozent.

von
erstellt am 21.Nov.2014 | 05:15 Uhr

Eine von der Verwaltung empfohlene, stufenweise Anhebung der Hundesteuer von bislang 65 auf 120 Euro für den 1. Hund) lehnte das die Gemeindevertretung während ihrer jüngsten Sitzung einmütig ab, denn man war sich einig: „Die Haltung eines Hundes ist im ländlichen Raum ein Stück Lebensqualität.“

Die vorab vom Finanzausschuss überprüften Haushaltsüberschreitungen 2013 in Höhe von insgesamt 18 333,30 Euro segnete der Gemeinderat einstimmig ab. Die Mehrausgaben waren vor allem in folgenden Bereichen entstanden: Aufwendungen für ehrenamtliche und sonstige Tätigkeiten (1118,19 Euro), Schulkostenbeiträge (5158,21 Euro), Kindergartenkosten (2542,79 Euro) und Unterhaltung der Gemeindestraßen (5911,45 Euro). Wiederum einstimmig erkannte die Gemeindevertretung den zuvor geprüften Jahresabschluss 2013 an. Er weist bei der Ergebnisrechnung einen Fehlbetrag in Höhe von 18 021 Euro, bei der Finanzrechnung ein Defizit von 23 383 Euro aus. Aufgrund der angespannten Haushaltslage lehnte es die Gemeindevertretung ab, sich an den Kosten der rund 2000 Euro teuren Erneuerung der maroden Alarmanlage des Ladelunder Dorfmuseums zu beteiligen. Das Museumsteam hatte um einen Zuschuss gebeten und darauf verwiesen, dass im Dorfmuseum auch Exponate aus den Gemeinde Bramstedtlund und Westre ausliegen.

Die Gemeindevertretung beschloss auch den ihr vorgelegten Haushaltsplan 2015 samt zugehöriger Satzung. Aufgrund des zu erwartenden Fehlbetrages hoben sie die Hebesätze für die Grundsteuern A und B um jeweils zehn Prozentpunkte an. Sie lauten nunmehr: 370 Prozent für Grundsteuer A, 390 Prozent für Grundsteuer B. Der Hebesatz in Höhe von 380 Prozent für die Gewerbesteuer blieb unangetastet. Im Ergebnisplan wird trotz der Anpassungen bei Gesamterträgen in Höhe von 212 800 Euro und Gesamtaufwendungen von 238 000 Euro ein Fehlbetrag von 25 200 Euro ausgewiesen. Im Finanzplan stehen Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit im Betrag von 200 200 Euro und keine Einzahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit Auszahlungen in Höhe von 213 400 Euro aus laufender Verwaltungstätigkeit sowie 4000 Euro an Auszahlungen aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit einander gegenüber. Daraus errechnet sich ein Ist-Unterschuss in Höhe von 17 200 Euro. Investitionen sind nicht vorgesehen. Ein Vorschlag, den jährlichen Betrag einer Patenschaft für das Hospiz zu reduzieren, wurde abgelehnt. Dagegen soll die Mitgliedschaft im Fremdenverkehrsverein Leck und Umgebung zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt werden.

Bürgermeisterin Rosemarie Lorenzen berichtete über ein Treffen mit Vertretern der Firma GEO, die drei Windkraftanlagen aufstellen möchte, und den Planern eines Projektes, das das Repowering von fünf Windkraftanlagen beinhaltet. Für diese wurde eine Bürgerbeteiligung in Höhe von 800 000 Euro angeboten.

Der BürgerBus Ladelund fährt seit dem 17. November nur noch auf Anforderung über Bramstedtlund (telefonische Anmeldung: 04666/989742 oder 0151/65121478).

Angeregt wurde, den Transformatorenturm (Foto) an der Dorfstraße, welcher der Schleswig-Holstein Netz AG gehört, zu erhalten und ihn eventuell kulturell zu nutzen. Die Gemeindevertretung würde diesem Vorschlag zustimmen, möchte sich an den Kosten aber nicht beteiligen.

Abschließend gab Bürgermeisterin Lorenzen bekannt, am 4. Januar werde wieder ein Neujahrsempfang stattfinden.

 

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