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Pfingsten in Südtondern : Neben traditionellen Ringreit-Turnieren und Zeltlagern wurde auch der Nordsee-Cup gefeiert.

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bei sommerlichen Temperaturen kamen Sportler bei Fußball-und Ringreitturnieren am Pfingstwochenende mächtig ins Schwitzen.

Am langen Pfingstwochenende war einiges los in Schleswig-Holstein. Auch in Südtondern wurde viel geboten: Neben traditionellen Ringreit-Turnieren und Zeltlagern wurde hier auch der Nordsee-Cup gefeiert.


Leck
 

Schweißperlen auf dem Gesicht, erschöpft, aber glücklich: „So seh’n Sieger aus“ grölten die Lütten vom 1. FC Quickborn und hüpften quirlig durcheinander. Möglich machte das der MTV Leck, der zum 42. Mal den Nospa-Nordsee-Cup ausrichtete. 900 junge Kicker aus 68 Mannschaften und 22 Vereinen lieferten an zwei Tagen Fußball satt. Optimales Wetter und eine harmonische Stimmung prägten das große Familienfest. Nachdem Leck am Himmelfahrtstag ein Fußball-Fest mit einem Freundschaftsspiel zwischen dem Bundesligisten Hamburger SV gegen eine Nordfriesland-Auswahl gefeiert hatte, regierte „König Fußball“ wieder im und rund um das Nordfrieslandstadion.

Nachwuchskicker waren mit Trainern, Betreuern und Eltern aus fünf Bundesländern angereist. Weit über 1000 Gäste belebten die Sportstätten und den Ort. Erstmals schickten die Vereine Heider SV, TUS Nortorf und TSV Friedrichsberg-Busdorf eine Mädchenmannschaft. Alle anderen zählten zu den „Wiederholungstätern“. Während die SG Leck/Achtrup/Ladelund mit elf Teams am häufigsten vertreten war, stellten der FC Quickborn sowie der TSV Rotweiß Niebüll je sechs Crews, aus Kiel kamen fünf Mannschaften. Jan Hencke vom SSG Rot Schwarz Kiel gilt als „Leck-Beauftragter“: „Ich bin seit 22 Jahren dabei. Für uns bedeutet dieses Turnier ein Highlight. Man kann den Veranstalter und die Gemeinde nicht genug dafür loben, was sie hier auf die Beine stellen!“

Der Einmarsch der Teams in das Stadionrund bot ein buntes, fröhliches Bild. Erfolg und Spaß wünschte Bürgermeister Andreas Deidert den jungen Stars auf dem Feld und Rainer Olhöft, zurzeit kommissarischer Vorsitzender des MTV Leck, eröffnete den Wettkampf. Doch vorher mahnte er: „Geht fair mit den Schiedsrichtern um. Wir brauchen sie!“ Rund 20 Schiedsrichter ließen dann die Mädchen und Jungen zwischen sechs und 16 Jahren nach ihrer Pfeife tanzen. Sie mussten keine rote Karte zücken und keinen Platzverweis aussprechen. Die Zuschauer staunten so manches Mal nicht schlecht über die Künste der jungen Ball-Akrobaten, erlebten Höhen und Tiefen mit. Tränen mussten weggewischt, Trost gespendet, aber es durfte auch gejubelt werden, wenn das Eckige in das Runde passte. Sportlicher Ehrgeiz gepaart mit friedlichem Miteinander hieß das Erfolgsrezept, nicht zuletzt wurden Kontakte beim Abend der Begegnung in der Nordfrieslandhalle, beim Frühstück und Abendbrot geknüpft. Cheforganisatorin Britta Satzky konnte sich auf ihr 50-köpfiges Helferteam verlassen. Sie dankte den fleißigen Ehrenamtler, der Gemeind sowie Sponsoren und Platzwart. „Ich bin einfach nur happy!“, sagte eine erleichterte Britta Satzky.


Süderlügum


Es mag wohl am schönen Sommerwetter oder dem Pfingsttermin gelegen haben, dass sich nur 14 Reiterinnen und -reiter, darunter vier Kinder, am Ringstechen um die neue Königswürde des Ringreitervereins Süderlügum II beteiligten. Das tat der guten Stimmung der Aktiven und ebenfalls nur spärlich erschienenen Zuschauer aber keinen Abbruch, denn alles verlief reibungslos und unfallfrei. Das freute auch den Vorsitzenden Johannes Jacobsen und Reitchefin Sabine Bossen, die allen Helfern, Sponsoren und besonders der Familie Volquardsen, die wieder ihre Hausfenne am Westerhof als Festplatz zur Verfügung gestellt hatte, dankten. Auch für das kulinarische Wohl war mit Getränken, Imbißstand und einem gespendeten Kuchen- und Tortenbüffet bestens gesorgt. Begonnen hatte der Reitertag mit einem kleinen Umzug durch den Ort. Danach gab der Vorjahreskönig Stefan Christiansen im Zelt auf dem Festplatz für seine Untertanen die Königsbowle aus. Bei den Kindern, die stramme 80 Durchritte schafften, gab es ein Punksystem. Es siegte dabei Mariam Rashid (Foto) mit 140 Punkten vor Luca Finny Hansen (132), Tjark Leve Jacobsen (79) und Mia Lützen (65). Nach 30 Durchritten standen auch bei den erwachsenen Sieger und Platzierte fest. Den Sieg und Wanderpokal holte sich Lisa Bossen mit 26 Ringen vor ihrer Mutter Sabine Bossen (24) und Mara Carstensen (22).

Achtrup

Am Sonnabend wurden auch in Achtrup die Galgen errichtet, damit die Ringreiter, mit ihren Lanzen die winzigen Messingringe aufspießen konnten. Doch wer spießt die meisten Ringe auf und wird diesjähriger Vereinskönig? Von außen betrachtet erscheint dies wie eine Herkulesaufgabe, doch die Ringreiter in Achtrup meisterten diese Aufgabe am Sonnabend mit Bravour. „Das hat nichts mit Glück zu tun, das ist gekonnt und verlangt Übung“, sagt Maren Jensen, die zum Festausschuss des Ringreitervereins in Achtrup gehört. Glück mit dem Wetter hatten die Reiter zudem –zahlreiche Zuschauer waren gekommen, um zu jubeln. Das Ringreiten in Achtrup ist stets der sommerliche Höhepunkt für den Verein, der seit beinahe 100 Jahren besteht. 30 Teilnehmer hatten sich in diesem Jahr angemeldet. Doch beim Turnier geht es nicht einzig darum, die meisten Ringe zu holen. Zu Ehren des Reitervereins gabe es zunächst einen Reiterumzug durch das Dorf  

Danach wurden  die Reiter auf ihre Galgen verteilt und das Turnier begann offiziell. Abgerundet wurde das Ganze mit einem gemütlichen Grillfest. „Die Geselligkeit steht an diesem Tag im Mittelpunkt, jeder gönnt jedem seinen Erfolg“, sagt Maren Jensen. Auch Anna-Lena Petersen (15), die letztes Jahr Königin bei den Jugendlichen geworden ist, freut sich jedes Jahr wieder über das traditionsreiche Fest. „Es ist immer ein großer Spaß“.  Am Ende konnte sich Merete Hansen mit  27 Ringen den Titel des neuen Vereinskönigs holen, dicht gefolgt von Rebecca Ott mit 24 Ringen und Annika Hansen mit 21 Ringen. Bei den Kinder erkämpfte sich Madita Geipel mit 33 Punkten den Titel. Bei den Jugendlichen holte Hanna Steen 66 Punkte. Die ersten sechs Plätze dürfen schon im Spätsommer wieder ihr Können zeigen und für den RV Achtrup beim Amtsringreiten der Karrharde antreten

Uphusum

Das Pfingstwochenende in Uphusum stand ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehren des Amtes Südtondern. Denn zum 40-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Uphusum-Holm fand dort das große Amtszeltlager mit den eigenen Nachwuchsbrandschützern sowie aus Süderlügum, Achtrup, Leck, Stadum, Niebüll, Klixbüll-Bosbüll, Humptrup, Enge-Sande, Osterschnatebüll/Klintum und erstmals auch aus dem dänischen Tondern statt. Dazu waren auf dem Sportplatz neben dem Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus 21 Zelte für die 187 Jugendfeuerwehrleute und deren Betreuer aufgebaut. Für die Verpflegung während des Camps sorgte die DRK-Bereitschaft aus Niebüll, die auch als Rettungsdienst bereit stand. Das Abwaschen des Geschirrs mussten die Gruppen abwechselnd selbst an einer extra eingerichteten  Anlage übernehmen.

Der Eröffnungsabend bei herrlichem Sommerwetter stand ganz im Zeichen des Kennenlernens der Gruppen untereinander. Doch zunächst waren alle zusammen mit den ’Offiziellen’ zum Appell im Karree angetreten. Die Begrüßung zu dieser vierten Auflage seit Bestehen des Amtes Südtondern oblag dem stellvertretenden Amtswehrführer und Hausherrn Herbert Krüger. Zahlreiche Wehrführer, auch aus Tondern und Bürgermeister der beteiligten Jugendfeuerwehren waren ebenso gekommen wie ehemalige Feuerwehrgrößen und Sponsoren, ohne die so ein Zeltlager nicht möglich wäre. Herbert Krüger dankte der Jugendfeuerwehrwartin von Uphusum-Holm, Melanie Peter und ihrem Team für die großartige Leistung in der Vorbereitung für das Zeltlager, das auch eine enorme logistische Aufgabe bedeutet. 

Auch  Uphusums Bürgermeister Helmut Stender lobte  in seinem Grußwort, der  Arbeit seiner Feuerwehr in der Planung und Vorbereitung für dieses große Camp.  Er rief den Jugendlichen zu: „Hoffentlich wird das Zeltlager so gut, dass das Smartphone für diese Tage an Bedeutung verliert.“ Grüße und Flachgeschenke für die Jugendfeuerwehr Uphusum Holm gab es noch von Amtswehrführer Oliver Jacobsen (Braderup), von Marc Kröger von der Provinzial-Versicherung und LBS, vom stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart Sönke Nissen (Stedesand) sowie stellvertretend für Südtonderns Jugendfeuerwehren von Jugendfeuerwehrwart Jan Gregersen (Enge-Sande).

Für Musik am  Eröffnungsabend sorgte das Frivilige Brandvärnsorkester aus dem dänischen Hoyer.  Nach dem Amtspokalwettkampf am nächsten Tag (Bericht folgt) gab es um Mitternacht  eine Überraschung für die Camp-Bewohner, denn es hieß auf zur Nachtwanderung mit vier Wettkampf-Stationen. Den Gruppensieg holte sich hier Humptrup vor Stadum und Uphusum-Holm. Am Sonntag ging es dann bei einem Geschicklichkeitswettkampf nicht um den Gruppensieg, sondern jedes einzelne Mädchen oder Junge kämpfte für sich um den Einzelpokalsieg.

Zwölf lustige Spiele wie Teebeutel-Weitwurf, Dosenwerfen, Flaschen schieben Socken sortieren oder Kartoffelspiel waren zu absolvieren. Bei den Jüngeren bis zu 13 Jahren holte sich Tim Bienemann (Süderlügum) den Sieg vor Felix aus Tondern und Mika Ausner (Uphusum-Holm). In der älteren Abteilung gewann Kevin Altmann (Enge-Sande) vor Per Rasmussen (Humptrup) und Renè Marie (Stadum). Für Abkühlung  sorgte schließlich ein  Besuche im Süderlügumer Freibad.
 

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erstellt am 06.Jun.2017 | 11:38 Uhr

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