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Green Screen 2017 : Naturfilmfestival macht am Montag, 14. August, Station in Niebüll

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zuschauer dürfen im Kino für ihren Lieblingsfilm abstimmen: Publikumspreis des sh:z ist mit 1000 Euro dotiert.

shz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 05:22 Uhr

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen erwartet vom 13. bis 17. September wieder tausende naturbegeisterte Besucher. Mit seiner internationalen Festivalatmosphäre hat sich Green Screen seit seiner Gründung 2007 zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Es ist mit 30  000 Besuchern jährlich das größte Festival seiner Art in Europa. Über 17  000 Freunde des Naturfilms zählt das Event jedes Jahr an den fünf Festivaltagen im Ostseebad Eckernförde.

Zahlreiche Preise in verschiedenen Kategorien werden vergeben – darunter der mit 1000 Euro dotierte Publikumspreis des sh:z (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag). Dafür laufen drei ausgewählte Beiträge in 14 Städten des Landes. In Südtondern spielt die Natur am Montag, 14. August, die Hauptrolle: Ab 19 Uhr können Besucher in Eck’s Kino in Niebüll drei von einer Jury ausgewählte Filme sehen und ihren Favoriten wählen.

Die Themen der dann präsentierten Streifen decken ein breites Spektrum des Naturfilms ab und reichen von den tropischen Regenwäldern über wilde Bienenvölker bis zur „Wilden Ostsee – von Finnland bis Schweden“.

Biene Majas wilde Schwestern (Deutschland 2016 / 2017, Länge: 44 Minuten) von Jan Haft zeigt die Vielfalt der heimischen Wildbienen und deren erstaunlichen Anpassungen an die verschiedensten Lebensräume. Die Welt der Wildbienen bietet spannende Kämpfe, sensationelle Leistungen, fantastische Bauwerke und farbenfrohe Individuen.

Für die meisten Menschen ist die Biene die Honigbiene, die fleißig Blüten besucht und als Volk, bestehend aus einer Königin und einigen Zehntausend Arbeiterinnen, in einem Holzkasten oder einem geflochtenen Bienenkorb wohnt und dort Honig und Wachs produziert. Wohl die wenigsten wissen, dass in Mitteleuropa über 560 weitere Bienenarten vorkommen, von denen die meisten nicht gesellig in Kolonien sondern als Einzelgänger leben. Die Verhaltens- und Lebensweisen der Wildbienen sind so vielfältig wie ihr Aussehen, ihre Größe und ihre Lebensräume. Unter ihnen gibt es Riesen von drei Zentimetern Körperlänge, aber auch Zwerge, die gerade einmal drei Millimeter lang sind. Unter den Bienenarten gibt es auch einige, die nicht bienenfleißig sind, andere für sich arbeiten lassen und sich als Einbrecher oder gar als Mörder betätigen.

„Wilde Ostsee – von Finnland bis Schweden“ (Deutschland 2016 / 2017, Länge: 44 Minuten) von Christoph und Almut Hauschild: Je weiter nördlich man schaut, desto fremder die Namen, geheimnisvoller die Küsten und süßer das Wasser. Nirgends sonst münden so viele große Ströme und Flüsse in die Ostsee: 58 in Schweden und 35 in Finnland. Ungezähmt rauschen sie durch wildes, atemberaubendes Land Richtung Meer, vorbei an uralten Kiefernwäldern, den nördlichsten Laubwäldern Europas und unendlichen Mooren. Hier ist das Reich von Elch, Bär und Wolf, Vielfraß und Rentier.

Für ihren Film „Eine Erde, viele Welten – der Dschungel (Großbritannien 2016, Länge: 45 Minuten) konnte die internationalen Filmemacher rund um Mike Gunton nachts im Dschungel eine märchenhafte Welt festhalten: Erstmals drehten sie Leuchtpilze, die den Waldboden in mystischer Atmosphäre illuminieren. Dieser Film zeigt ungewöhnliche Waldbewohner und ihre Strategien im täglichen Überlebenskampf: Kein Lebensraum an Land beherbergt einen größeren Artenreichtum als die tropischen Regenwälder. Hier liefern sich die Bewohner intensive Konkurrenzkämpfe. Die großen Wälder sind Orte voller dramatischer Geschichten und überraschender Ereignisse. Jaguare fangen Kaimane, Delfine schwimmen durch Baumkronen und Frösche verteidigen aggressiv ihren Nachwuchs.

Green Screen ist inzwischen wichtigster Treffpunkt der Naturfilmbranche im deutschsprachigen Raum. Rund 150 Filmemacher, Produzenten und Vertreter von Fernsehsendern aus aller Welt präsentieren hier jährlich ihre neuesten Produktionen, informieren sich in Seminaren und Workshops und schätzen nicht zuletzt den direkten Kontakt zum Publikum. Das Festival zeigt neben ästhetischen Naturdokumentationen kritische Beiträge zu den Themen Artenschutz, Erhaltung von Naturräumen und der weltweiten Gefährdung der Umwelt. Für das diesjährige Festival sind 234 Filme aus 42 Ländern eingereicht worden, darunter erstmalig Produktionen aus Brasilien, Vietnam, Südkorea und Sambia.

Green Screen in Niebüll: So sind Sie dabei

Der Eintritt zur Naturfilm-Matinee am Montag, 14. August, 19 Uhr, in Eck’s Kino in Niebüll (Hauptstraße 37a) ist für unsere Leser  frei –   wer dabei sein möchte, schreibt eine E-Mail an Kundencenter.Niebuell@shz.de oder ruft an unter der Telefonnummer  04661/96970. Die Stimmkarten zur Wahl des sh:z-Publikumspreises gibt es am Veranstaltungstag  im Kino. Reservierungen für die Vorstellung werden entgegengenommen, solange es freie Plätze gibt. Bei der Vorstellung gilt freie Platzwahl. Der Publikumspreis des sh:z wird neben den weiteren Green-Screen-Preisen auf der Preis-Gala des Festivals am 16. September in der Eckernförder Stadthalle verliehen.

Weitere Informationen und Kartenbestellungen unter www.greenscreen-festival.de.



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