Grenzübergreifend : Natur für Besucher erlebbarer machen

Schon jetzt ein Kleinod: das Naturkundemuseum. (Foto: Stephan Bülck)
Schon jetzt ein Kleinod: das Naturkundemuseum. (Foto: Stephan Bülck)

Um einen Zuschuss von 50 000 Euro hat das Naturkundemuseum die Stadt Niebüll für das Projekt "Grenzüberschreitende Naturerlebnisse an der Westküste" gebeten. Dieses beinhaltet auch die Modernisierung des Museums.

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24. Juli 2008, 07:18 Uhr

Niebüll | "Die Bausubstanz soll bestehen bleiben, die Räume modernisiert, der Eingangsbereich offener gestaltet werden." Während der jüngsten Finanzausschusssitzung erläuterte der stellvertretende Vorsitzende des Naturkundemuseums Volker Dittmann einen Antrag seiner Einrichtung an die Stadt.

Um auch künftig den Ansprüchen der Besucher an ein modernes Museum zu genügen und um neue Besuchergruppen zu erschließen, entwickelte das Naturkundemuseum Niebüll als größter Partner zusammen mit dem Naturcenter Tønnisgård Rømø und dem Informationszentrum Schlüttsiel (ehemals Imbiss-Turm) das Projekt "Grenzüberschreitende Naturerlebnisse an der Westküste". Darin enthalten ist auch die Modernisierung der Einrichtungen, um sie zu einem Ort der Entdeckung zu machen. Die Neugier der Besucher auf die vielfältige Natur, sowohl an der Küste als auch im Binnenland, soll geweckt, Interessierte für Entdeckungstouren vorbereitet werden. Geplant ist weiterhin, grenzüberschreitende Angebote und Aktivitäten für Besucher, Touristen und Naturfreunde anzubieten.
Projektbeteiligung

Hochgerechnet, so Dittmann, würden für die Umsetzung der Pläne insgesamt 500 000 Euro benötigt. Finanziert werden soll es teilweise durch in Aussicht gestellte Fördermöglichkeiten der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Bingo-Lotterie sowie durch Sponsoren. Der Löwenanteil, 65 Prozent, komme aus Mitteln des Europäischen Fond für regionale Entwicklung im Rahmen von "Interreg 4 A". Diese können allerdings nur von kommunalen Trägern der Maßnahme beantragt werden. Stellvertretend für das Naturkundemuseum als größten Projektpartner bat Volker Dittmann die Stadt Niebüll (sie ist auch Eigentümerin des Gebäudes) um Übernahme der Projektträgerschaft sowie eine Projektbeteiligung in Höhe der prognostizierten Unterdeckung von 50 000 Euro, letztere verteilt auf drei Jahre. Der Antrag an das "Interreg"-Büro Flensburg müsse, so Dittmann, bis Ende September gestellt sein.

50.000 Euro verteilt auf drei Jahre
Die Ausschussmitglieder waren sich nach einer ausführlichen Beratung einig, dass 50 000 Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre 2009 bis 2011, für das Projekt und die Aufwertung des Museums eine gute Investition sei. Allerdings müsse sichergestellt sein, dass es dabei bliebe und keine Folgekosten auf die Stadt zukämen. Bedingung für eine Beteiligung wäre auch, dass die Gesamtfinanzierung gesichert sei.

Die Verwaltung wird nun beauftragt, eine Beratungsvorlage für die Fachausschüsse vorzubereiten.

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