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Nationalparkführerin an Bord der NOB unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Ansage im Zug ist ungewöhnlich. „Heute ist Dörte Hansen dabei, vom Nationalpark Wattenmeer. Sie kommt zu Ihnen.“ Und tatsächlich schaut ein freundliches Gesicht um die Ecke. Bewaffnet mit Wattenmeerkarte und Infomaterial. Dörte Hansen kennt sich aus. Sie stammt aus Nordfriesland, ist eine echte Einheimische, die ihr Land liebt. Und das eigentlich schon immer, vor allem die Menschen. Es dürfen auch Fremde sein. Da ist der Beruf für Dörte Hansen, Gästeführerin in der Heimat zu sein, quasi eine Berufung.

„Mir bringt es viel Spaß“, sagt sie. Engagiert erläutert sie den Mitreisenden, wie lang ein Wattwurm ist oder was man bei Regen auf Sylt so treiben kann. Die Fragen der Urlauber sind vielfältig. Sie kommen aus der Schweiz, aus Baden-Württemberg, aus Österreich oder Hamburg.

Manche wollen nur kurz ausspannen, andere das volle Erlebnis. Manche wollen nach Hooge oder Dänemark, andere haben Wattlaufen in Dagebüll im Sinn. Gerade hat die kommunikative Hotelfachfrau, die perfekt platt schnackt, einen Anruf aus Trier bekommen. Die individuelle Beratung ist ihre Stärke. „Ich höre genau hin.“ Zudem sind ihr Ökologie und der Klimaschutz wichtig. Auf der vorgezeigten Karte sind die Sturmfluten verzeichnet. Das wirkt. Erzeugt Nachdenken. Die Besucher fragen nach Reetdächern oder Windkrafträdern, nach Kitesurfen und Emil Nolde.

„Ich versuche es so zu machen, als wenn ich Freunde führe“, lautet der Ansatz. Und das klappt bestens. „Schön sind die Begegnungen! Neulich reichte mir ein Herr seine Visitenkarte. Er war der Vorsitzende vom Verband der Burgen und Schlösser aus Süddeutschland!“ Gleich konnten die beiden Erfahrungen austauschen. Man war sich einig, dass die Gäste das Besondere wollen.

Privat neigt sie zum Trommeln. Nicht für sich, aber in einer Band, Ceilidh Project, und das sehr erfolgreich: Sie war sogar schon Deutsche Meisterin in der Bass Drum und ist die Einzige im Lande, die die Tenor Snare perfekt schlägt. Die kundige Zugbegleiterin in der NOB kommt an. Die Reisenden fühlen sich gut informiert und unterhalten.

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erstellt am 19.Okt.2015 | 10:27 Uhr

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