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Artenschutz : Nahrung für Wild- und Honigbienen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf Anregung des Bau- und Wegeausschusses setzt sich Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen für Artenschutz ein. Auf einer Fläche von 1,2 Hektar gegenüber der Gärtnerkoppel grünt und blüht es.

Auf einer Fläche von 1,2 Hektar, die an einen noch vorhandenen Baumbestand der örtlichen Baumschule angrenzt, grünt und blüht es , dass es eine Freude ist. Der Naturfreund und Bürgermeister der Gemeinde Enge-Sande, Carsten-Peter Thomsen, hat auf Anregung des Bau- und Wegeausschusses eine nachahmenswerte Maßnahme des Artenschutzes durchgeführt. Das von ihm gegenüber des Baugebietes „Gärtnerkoppel“ realisierte Projekt trägt den Namen „Bienenweide Alte Baumschule“.

Ziel der Maßnahme ist es, eine ganzjährige Versorgung mit Futterpflanzen für Wild- und Honigbienen sowie Schmetterlinge sicherzustellen. Die Blütenpracht wird in den kommenden Wochen noch zunehmen. „Da die Saat der Blumen und Gräser erst im Juni dieses Jahres in den Boden eingebracht wurde, sind wir verhältnismäßig spät auf dem Weg.“

Die zunächst für vier bis fünf Jahre angelegte Blühfläche, die sich in dieser Zeit selbst überlassen bleibt und ständig selbst erneuert, wurde vor der Bepflanzung von der Gemeinde Enge-Sande erworben und anschließend Carsten-Peter Thomsen als Privatmann kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Grund: Die Kommune hat nicht das Recht, beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Zuschüsse für Artenschutzvorhaben zu beantragen. Dem Antrag von Thomsen auf Übernahme der rund 520 Euro umfassenden Kosten für zehn Kilogramm Saatgut und 100 Kilogramm Sojaschrot als Beimischung für die maschinelle Ausbringung der Saat wurde stattgegeben. Die Herrichtung der Fläche inklusive der Aussaat leiste Thomsen in Eigenarbeit.

Die verwendete, vom Naturschutzbund Mecklenburg-Vorpommern empfohlene Saatgutmischung für Bienenweiden in Norddeutschland enthält 20 heimische Kräuter und zehn Kulturpflanzen, darunter: Schafgarbe, Färberkamille, Kamille, Klatschmohn, Wiesensalbei, Spitzwegerich sowie Sonnenblume, Luzerne und Saatwicke. Martin Oltmann, ehemals Mitglied des Bau- und Wegeausschusses, erinnerte daran, dass die Idee, sich ständig selbst erneuernde Blumenweiden anzulegen, bereits im Herbst 2012 in diesem Gremium angesprochen wurde. Damals habe man jedoch die brachliegenden Baugrundstücke in der „Gärtnerkoppel“ im Auge gehabt. „Wegen der Nähe so vieler dort wohnender Menschen und der von diesen befürchteten Gefahren durch Bienen, haben wir jedoch von dem Plan abgelassen und uns der Fläche an der Alten Baumschule zugewandt.“ Diese könne später möglicherweise als Ausgleichsfläche dienen oder für Baugrundstücke verwendet werden“, so Oltmann. Er hofft darauf, dass Landwirte dem Bürgermeister nacheifern, indem sie schmale Randstreifen ihrer mit Mais bebauten Agrarflächen für die Ansaat von Blühflächen und somit für die Förderung des Artenerhaltes frei lassen.



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