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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 14:12 Uhr

Nachwuchssorgen sind passé

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Durch gleich zehn Anwärter verbessert sich die Tagesverfügbarkeit der Feuerwehr Dagbüll deutlich / Neue werden in Leck ausgebildet

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 17:05 Uhr

Die noch junge Dagebüller Feuerwehr freut sich über zahlenmäßig starken Nachwuchs. Damit sind keinesfalls Babys gemeint, sondern zehn kräftige junge Leute, die den personellen Engpass der ländlichen Wehr beheben sollen. Die jungen Feuerwehranwärter, unter ihnen Rita Witt aus dem Hauke-Haien-Koog als einzige Frau, machen bei der Freiwilligen Feuerwehr Leck ihre Grundausbildung, bevor sie als Einsatzkräfte nachrücken können.

Die Wehr, vor Jahresfrist durch die Fusion der Ortswehren Fahretoft, Waygaard und Dagebüll zur Gemeindefeuerwehr Dagebüll geworden, leidet wie andere ländliche Wehren auch an der für eine Tagesverfügbarkeit nicht ausreichenden Stärke. Beim Start vor einem Jahr bestand die neue Mannschaft aus 54 Mitgliedern, darunter sieben Frauen. Mit den Anfängern und einem Kameraden, der auch aus einer Nachbarwehr nach Dagebüll wechselte, werden es künftig 65 Einsatzkräfte sein. Die Neulinge absolvieren jetzt den „Truppmann I“, bevor es auch für sie ernst wird.

Nach dem Probejahr folgt als nächste Stufe der “Truppmann II“. Mit den neuen Kräften ist die Dagebüller Gemeindewehr vorerst personell komplett. „Damit ist auch die bisher mangelhafte Tagesverfügbarkeit deutlich verbessert“, freut sich Gemeindewehrführer Sönke Peter Petersen gemeinsam mit seinem Stellvertreter Klaus Jessen.

In Extremfällen mit besonderer Lage kann sich die Freiwillige Feuerwehr Dagebüll weiterhin auf nachbarschaftliche Hilfe aus Ockholm, Niebüll, Risum-Lindholm oder Galmsbüll stützen. Die neuen Leute mit einem Durchschnittsalter von 20 Jahren kommen aus allen Bereichen an der etwa zehn Kilometer langen „Dorfstraße“. Das hat den Vorteil, dass für die in Dagebüll, Fahretoft am Gemeindehaus und in Waygaard stationierten Löschfahrzeuge eine Erstbesatzung zur Stelle ist.

Brandschutz und Brandbekämpfung erstrecken sich in der „Drei-Dörfergemeinde“ Dagebüll auf mehrere zum Teil unterschiedliche Bereiche. Als hochsensibler Bereich sind die Warften zu nennen mit ihrer extrem dichten Bebauung. Hinzu kommen die landwirtschaftlichen Betriebe im Hauke-Haien-Koog, die eine gute Lokalkenntnis erfordern und zu denen bisweilen eine lange Löschwasserversorgung verlegt werden muss. Nicht zu vergessen: die Schiffe der Wyker Dampfschiffsreederei. Im Hafen ist für sie die Freiwillige Feuerwehr Dagebüll zuständig, auf See die Feuerwehr Wyk auf Föhr. Auch die örtlichen Hotels und Pensionen – und neuerdings die „hölzernen“ Ferienhäuser gehören zum Einsatzgebiet. „In der Gesamtheit unserer Aufgaben müssen wir gut aufgestellt und unsere Mannschaft entsprechend ausgebildet sein“, sagt Hauptbrandmeister Petersen.


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