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Nachhaltige Eindrücke für die Gäste aus Indien

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Nach drei Wochen Begegnung sind die indischen Gäste der Kirchengemeinde Risum-Lindholm wieder zurück in ihrer Heimat. „Es war eine sehr intensive und volle Zeit für sie hier bei uns“, sagt Pastor i. R. Hans-Peter Spießwinkel.

Neben ihren Besuchen in den Gottesdiensten und den öffentlichen Informationsveranstaltungen hatte die Begegnung drei Schwerpunkte: die Kinder- und Jugendarbeit in enger Absprache mit dem Haus der Jugend in Niebüll, Information über den Ausbau und die Notwendigkeit der erneuerbaren Energien und die Begegnung und der Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben.

In einer abschließenden Besprechung gaben alle Teilnehmer an, dass es vor allem der letzte Punkt gewesen ist, der die nachhaltigsten Eindrücke hinterlassen hat. Die Gruppe war eine Woche zu Gast in den Mürwiker Werkstätten in Niebüll. Nach einer allgemeinen Einführung in den Stellenwert und das Konzept des Umgangs mit behinderten Menschen in Deutschland und insbesondere bei den Mürwikern konnten die Teilnehmer eigene Erfahrungen sammeln. In den verschiedenen Abteilungen der Werkstatt haben sie für eine bestimmte Zeit mitgearbeitet, um dann in eine andere Abteilung zu wechseln. So konnte jeder eigene Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Behinderungen machen.

Da im öffentlichen Indien Menschen mit Behinderung so gut wie gar nicht wahrgenommen werden – sondern abgeschoben, versteckt und ausgesetzt, kaum jemand kümmert sich um sie – waren die Teilnehmer zutiefst erstaunt über die Erfahrungen, die sie hier machten: Behinderte sind nur ein wenig anders. Sie verfügen oft über besonders gut ausgeprägte Fähigkeiten, die einen Nichtbehinderten überfordern würden. Jeder von ihnen ist für die Gesellschaft wichtig und wertvoll.

Die indischen Gäste waren immer wieder erstaunt darüber, mit welchem Aufwand und welcher Liebe sich um diese Menschen gekümmert wird. „Ein ganz großer Dank geht darum an alle Mitarbeiter und die Leitung der Mürwiker Werkstätten, die diese Erfahrung möglich gemacht haben“, fasst Spießwinkel zusammen.

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erstellt am 06.Aug.2014 | 09:48 Uhr

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