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"Wiki 44" : Nachbarschaftstreff stößt auf breite Akzeptanz

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Bedarfsermittlung der diakonischen Einrichtung "Wiki 44".

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 09:30 Uhr

Leck | "An wen wenden Sie sich, wenn Sie Unterstützung brauchen?" Ein großer Teil der befragten Erwachsenen und Kinder im Leck-Osten kreuzten als Antwort die Anlaufstelle "Wiki 44" an. Das unterstreicht zum einen die Akzeptanz der diakonischen Einrichtung und bestätigt andererseits die Arbeit der Mitarbeiter. "Wir sind eine Institution vor der Haustür, die sich kümmert und sich auf gleicher Augenhöhe für die Menschen einsetzt", sagte Harald Thomsen, FIM (Familie im Mittelpunkt)-Leiter in Leck.

Der Nachbarschaftstreff in der Wikinger Straße 44 begann seine Arbeit im September 2008, das FIM-Projekt fand hier anderthalb Jahre später sein Zuhause und bietet Raum und Hilfe für Familien, Kinder und junge Erwachsene. Nun war es Zeit für eine Bedarfsermittlung. 100 Fragebögen wurden an Anwohner, Kinder und Mitarbeiter von Institutionen verteilt. Was gefällt, was muss geändert werden? Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge wiesen die Antworten aus. Erwachsene beispielsweise schätzen die Zentralität der Wohngegend, Kinder freuen sich, Freunde in der Nähe zu haben und natürlich über die FIM-Aktionen. Insgesamt wünschten sich kleine und große Leute adäquate Spielmöglichkeiten und noch mehr Angebote für Kinder. Der Nachwuchs bemängelte zu schnell fahrende Autos in der Wikinger Straße und damit auch den Lärm. Für mehr Straßenbeleuchtung sprachen sich die "Großen" aus.

Wie Svenja Alpers, pädagogische FIM-Mitarbeiterin, ermittelte, bewerteten insbesondere die Institutionen den Lecker Osten negativ. Hier gelte es, zu informieren und das "Bild gerade zu rücken", hieß es bei einem Kooperationstreffen. "Leute, die hier wohnen, fühlen sich wohl. Es ist nicht mehr so schrecklich, in die Wikinger Straße zu ziehen", zog die Leiterin des Nachbarschaftstreffs, Sabine Kuss, ihr Fazit aus der Befragung wie aus Erfahrung. "Hier entsteht ein Wir-Gefühl", betonte sie. Dass die kirchliche Einrichtung mit ihrem niedrigschwelligen Angebot bereits eine enorme Entlastung gebracht habe, lobte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn. Und: "Die Vorurteile konnten erfolgreich abgearbeitet werden." Er bewertete das Ergebnis der Umfrage als gut und empfahl den Verantwortlichen, diese nach der Kommunalwahl den politischen Gremien vorzustellen und dann zu schauen, was erforderlich ist. Das wurde gern aufgegriffen und auch überlegt, den Kirchenvorstand mit einzubinden. Zu dem Zustand der Spielplätze allgemein entgegnete der Bürgermeister: "Das Problem ist erkannt, wir sind bereits dabei, hier Abhilfe zu schaffen." Als Idee kristallisierte sich für die "Wiki 44" heraus, eventuell "Spielplatz-Paten" einzusetzen, die nach dem Rechten gucken.

Keine Diskussion gab es zur Berechtigung der FIM-Einrichtung mit seinem Nachbarschaftstreff. "Alle unsere Angebote werden gut angenommen. Der Bedarf ist auf jeden Fall da", erklärte Harald Thomsen.

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