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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 19:31 Uhr

Musikgenuss am Dreikönigstag

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Regionalkantorei Südtondern, das Blockflötenensemble Neukirchen und die Instrumentalgruppe gestalteten ein klingendes Neujahrskonzert

Die von Kantor Thomas Hansen geleitete „Regionalkantorei Südtondern“, das Blockflötenensemble Neukirchen (Leitung: Christel Johannsen) und die Instrumentalgruppe um Volker März (Truhenorgel), dem Hubert Lürkens (Oboe), Brigitte und Sören Ullrich (Violinen) sowie Dirk Jacobsen (Violoncello) bei ihrem makellosen Zusammenspiel zur Seite standen, warteten am Abend des „Dreikönigstages“ in der St. Johanneskirche zu Neukirchen mit einem abwechslungsreichen Neujahrskonzert auf. Passend zum Epiphanias-Fest erklangen unter dem Motto „Ein Kindlein zart“ überwiegend sanfte Kompositionen, die an die Geburt Jesu Christi erinnerten und somit an die Weihnachtszeit anknüpften.

Als weltliche Hausherrin des Gotteshauses hieß Pastorin Meike Meves-Wagner, die auch den liturgischen Part der Veranstaltung übernahm, die zahlreich erschienenen Zuhörer willkommen: „Mit den Weisen, den drei Königen aus dem Morgenland, wollen auch wir heute Abend noch einmal dem Stern folgen und uns durch die Musik zum Kind in der Krippe führen lassen“, so umriss sie das Ziel der bevorstehenden Darbietungen. Zum Auftakt des Programms stellte sich die Kantorei ohne Instrumentalbegleitung mit je einem romantischen, von Max Reger gesetzten Weihnachtslied („O Jesulein süß“) und einem fröhlichen, von Demetrius Bortniansky verfassten „Vespergesang“ vor, der in einen jauchzenden Jubelgesang einmündete. Weniger überzeugen konnte dagegen der mit „Ich steh’ an deine Krippen hier“ betitelte, moderne Chorsatz von Sigrid Karg-Elert, in den andere Weihnachtslieder kunstvoll eingearbeitet waren. Er entfaltete, angeführt von der 1. Violine und gestützt auf die Truhenorgel, eine recht gewöhnungsbedürftige Harmonik.

Wohlklang pur dagegen verbreitete das Blockflötensextett, in dem sich nur eine Sopran- und eine Altflöte gegen je zwei Tenor- und Bassflöten durchzusetzen vermochten. Dies ergab ein sehr warmes Klangbild und stellte eine wahre Werbung für das Musizieren auf Blockflöten dar. Zu höchster Form lief das Flötenensemble auf, als es die moderne „Christmas-Suite“ von J.D. Caray – Hirtenmusik vom Feinsten – darbot.

Die Regionalkantorei erfreute ihr Publikum, sauber intonierend und mit klarer Aussprache der Texte, teils a cappella, teil vom Instrumentalkreis begleitet, mit Chorsätzen verschiedenster Art. Zu diesen zählten – neben anderen - „Jul, jul, stralende jul“ von G. Norquist, ein „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter und das Volkslied „Maria durch ein’ Dornwald ging“. Kantor Thomas Hansen führte die Singenden und Musizierenden mit unerschütterlicher Ruhe sicher durch alle musikalischen Klippen hindurch. Zwei von allen Anwesenden gemeinsam gesungene und von Thomas Hansen auf der Kirchenorgel temperamentvoll begleitete Gemeindelieder („Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und „Jesus ist kommen“) rundeten das reguläre Programm ab. Doch erklatschte sich das hörbar und sichtlich begeisterte Publikum noch zwei Zugaben.  

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