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Konzert : Musikalisch auf den Spuren der Mode-Ikone

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Ensemble Tityre widmete sich im Rahmen der Konzertreihe des Vereins Pro Musica Niebül der Stilikone Coco Chanel. Schauspielerin Katja Geist führte in ihrer Rolle in die Denk- und Lebensweise der genialen Modeschöpferin ein.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 10:08 Uhr

Klein, aber fein und sehr speziell präsentiert sich die Konzertreihe des Vereins Pro Musica Niebüll. Mit dem Konzert des Hamburger Damen-Ensembles Tityre sorgte der Verein für einen weiteren Höhepunkt. Das Ensemble Tityre in der Besetzung mit Flöte, Oboe und Piano widmete sich mit Text und Musik der Mode-Ikone Coco Chanel auf intelligente, anspruchsvolle Weise.

Nach der Begrüßung durch Wilhelm Kroll vom Vorstand des Vereins Pro Musica Niebüll führte die Schauspielerin Katja Geist als Coco Chanel in die Denk- und Lebensweise der genialen Modeschöpferin ein, beschrieb die nicht einfache Kindheit. Schnell wurde klar, dass Coco Chanel eine sehr starke, autonome Person war, die sich von niemanden vereinnahmen ließ. Sie befreite die Frauen aus dem Korsett, schuf den unwiderstehlichen Duft Chanel No.5 und stellte klar: „Mode ist vergänglich. Ein Stil niemals. Chanel ist ein Stil. Der Stil bin ich.“ Katja Geist schuf so ein Bild einer einmaligen Persönlichkeit, der Torso einer Modepuppe diente dabei als bespielte Kulisse – und das Publikum kam sogar in den Genuss, an Chanel No. 5 zu schnuppern.

Perfekt passten dazu die jeweiligen Musikstücke von Zeitgenossen der Modeschöpferin. Coco Chanel kannte in Paris Schriftsteller, Maler, Musiker wie Jean Cocteau, Igor Strawinskij, Eugène Goossens, Francis Poulenc, während Anselme Vinée, Mel Bonis und Jean-Michel Damase ihr nicht persönlich begegnet sind.

Flötistin Annette Hermeling, die Pianistin Bettina Pfeiffer und die Oboistin Katharina Apel-Scholl zeigten sich als erstklassiges Trio, das Sonaten von Poulenc, ein Trio von Damase oder eine Suite von Strawinskij leicht, sicher und gefühlvoll intonierte. So ging es – passend zur Lebensgeschichte – mal getragen, mal animierend – durch den sonnigen Spätnachmittag.

„Das war was“, stellte Niebülls Ehrenbürger Guido Tödt am Ende anerkennend fest. Das sahen die übrigen begeisterten Konzertbesucher genauso.

Es gibt die Chance auf ein Wiederhören: Am 9. November, 15.30 Uhr, widmet sich das Ensemble Tityre, das sich nach einer Komposition Albert Roussels benannte, Astrid Lindgren als „Wandlerin zwischen den Welten“, wiederum im Saal des Niebüller Rathauses.

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