zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

20. November 2017 | 20:24 Uhr

Musik und Lesung für St. Laurentius

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Künstler Inge Lorenzen und Peter Kööp gestalteten Benefizabend in Karlum / Einnahmen kommen dem Erhalt der St. Laurentiuskirche zugute

von
erstellt am 16.Jun.2015 | 14:46 Uhr

Kultur trifft Kirchenerhalt: Das nordfriesische Künstler-Freundespaar Inge Lorenzen (Gesang und Gitarre) und Peter Kööp (Lesungen eigener plattdeutscher Texte) gestaltete die 71. Benefizveranstaltung des Verein der „Freunde der St. Laurentius-Kirche zu Karlum“. Inge Lorenzen war einem großen Teil des Publikums als versierte, sich selbst auf der Gitarre begleitende Sängerin der Gruppen „Mollies“ und „Lorbaß“ bekannt. Peter Kööp hat sich als Fremdenführer an diversen nordfriesischen Orten einen guten Namen gemacht.

Als Vorsitzende des gastgebenden Vereins hieß Dr. Karin Tuxhorn die Mitwirkenden und deren erfreulich zahlreich erschienene Zuhörer willkommen und teilte mit, der Ertrag des durch einige „op Platt“ vorgetragene Geschichten ergänzten Konzertes werde dem Innenanstrich des Kirchenschiffes zugutekommen, der dem Vorbild des Jahres 1895 entsprechen solle.

Inhaltlich ließ Inge Lorenzen wichtige Situationen und Entwicklungsstufen anklingen, wie sie nahezu jeder Mensch durchlebt: von Kindheitserlebnissen über Freundschaft, Verliebtheit, einem Drang nach Freiheit, über aufregende Träume, niemals rostende „alte Liebe“, Gefühle der Heimatverbundenheit bis hin zur Freude an der Natur und Gedanken an die Endlichkeit des Lebens. Bei der Umtextung mancher Titel hatten Inge Lorenzen und Peter Kööp intensiv zusammengearbeitet, wie sie verrieten. Den musikalischen Auftakt der Veranstaltung bildete das von Hannes Wader geschriebene Lied zum Thema „Freunde“, den Abschluss des regulären Programms der von Reinhard Mey verfasste Song „Gute Nacht Freunde“ („Goode Nacht Frünnen“), so dass sich inhaltlich ein Kreis schloss.

Die erste der Geschichten von Peter Kööp schilderte die ernüchternde Erkenntnis des Schulanfängers Till, dem drei Tage nach der Einschulung klar wurde, dass sich der Weg vom ersten bis zum letzten Schultag vermutlich wohl sehr lang und steinig gestalten werde: „Neun Jahre lang jeden Tag zur Schule!“, so lautete sein Seufzer, obgleich der erste Tag doch recht unterhaltsam verlaufen war. Die weiteren Lesungen befassten sich unter anderem mit nostalgischen Gedanken anlässlich eines Klassentreffens, dem „Kindermund“, mit den Vorzügen von „Nökelnamen“ nordfriesischer Einwohner namens Hansen, Petersen oder Friedrichsen, die ohne zusätzliche Informationen wie „Bubi Rad“, „Heim Banane“ oder „Fiete Hammer“ kaum auseinanderzuhalten wären.

So abwechslungsreich wie die Themen der ausgewählten Lieder, so variabel fiel auch die Begleitung auf der Gitarre aus, die Inge Lorenzen meisterlich beherrscht.  




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen