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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 14:36 Uhr

Offene Bühne Niebüll : Musik im Ratskeller

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Viele Gäste, guter Sound und beste Laune: Der erste Bandabend im war ein voller Erfolg

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2015 | 05:00 Uhr

Kurz nach 19 Uhr wurden die Türen des Niebüller Ratskellers geschlossen; es war bereits brechend voll. Die von Jürgen Lüders initiierte erste „Offene Bühne“ wurde zum großen Erfolg. Allerbeste Laune bei Gästen und Musikern, alle waren von Beginn an in Feierstimmung. Echte Live-Atmosphäre mit Premierenfieber, Soundcheck und Kabelprobe. Die Gäste konnten beim Abendessen miterleben, wie es vor und hinter der Bühne zugeht: Offener geht es nicht.

Als „Joyride“ mit Udo Lindenbergs „Mein Ding“ loslegte, kam sofort Festival-Stimmung auf, da freute sich auch Bürgermeister Wilfried Bockholt am Tresen. Denn die Belebung der Innenstadt, das ist „sein Ding“ – der Konzertabend war der beste Beweis. Das Ratskeller-Team um Uschi kam kaum nach, die Getränkewünsche zu erfüllen; dazu sang die Band passend „I can’t help“.

Die wilden Jungs von „Punchorello“ – bekannt aus Neukirchen und Hesbüll – überzeugten nach der ersten Applauswelle mit Coversongs von Westernhagen bis Black Sabbbath. „An Tagen wie diesen“ der „Toten Hosen“ sang der halbe Saal schon mit. Mitinitiatorin Vera Hesse riss es von ihrem Stuhl, sie bat Christa (82) zu einem erstem Tanz.

Ihren erst vierten Auftritt absolvierte die Gruppe „Alike“ souverän; auch hier gab es einen ansehnlichen Covermix; aber auch zwei selbst geschriebene Songs konnten gefallen. „Mich überzeugten die stimmgewaltigen Damen“, erklärte Annett Dölle, die später um eine kleine Spende bat. „Als ich mit dem Hut rumging, waren die Massen so spendenfreundlich, dass bereits der Kaufpreis eines Schlagzeugs abgedeckt ist“, so die Kontrabassistin. Das allererste Schlagzeug in Kommune-Hand, denn es wird jetzt jede „Offene Bühne“ begleiten. Warum? Die Bands scheuen sich, ihre eigene „Schießbude“ anderen zu überlassen.

Die Entdeckung des Abends war zweifellos Steffen Sörensen aus Alt-Horsbüll. Er trat spontan auf; sang ein selbst geschriebenes Lied über das Musikhaus Jürgen Lüders. Alle waren fast zu Tränen gerührt – fühlten richtig mit.

Raphael Stoltenberg aus Humptrup (Rosemary in the Sky) kam als nächste Überraschung auf die Bühne; nach neueren Songs wurde mit „All along the watchtower“ die allgemeine Textsicherheit getestet. Nach und nach kamen weitere Musiker des Abends einfach dazu, um gemeinsam zu jammen. Riesenbeifall zwischendurch und am Ende. Die animierten Besucher zeigten sich so sangesfreudig wie die Südtonderaner Musiker. „Das war ein toller Abend“, freute sich Jürgen Lüders. „Mehr geht nicht“, befand auch Vera Hesse. Sie freute sich, dass junge wie ältere Musikfans von Rodenäs bis Glücksburg, von Achtup bis Struckum den Weg nach Niebüll gefunden hatten. „Alle Harden waren vertreten!“ Es war fast so wie in Liverpool, damals, als die Beatles im Kellerlokal Cavern Club abrockten: heiß, eng, laut und unglaublich faszinierend. Und es geht weiter: Am Sonnabend, 21. März, 19 Uhr, spielt die Gruppe „Fishwater Bob“ unplugged, und die bekannte Solosängerin Synje Norland, ein Niebüller Kind, tritt auch auf.

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