zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

17. August 2017 | 06:02 Uhr

Musik, die zu Gemüte geht

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das Weihnachtskonzert der Kirchengemeinde Emmelsbüll-Neugalmsbüll begeisterte die Zuhörer in der vollbesetzten St. Gallus-Kirche

„Mache dich auf und werde Licht!“ Mit diesem Kanon verkündete der von Birgit Deussing geleitete Gemischte Chor Galmsbüll das Thema des Weihnachtskonzerts der Kirchengemeinde Emmelsbüll-Neugalmsbüll in der mit 150 Besuchern vollbesetzten St. Gallus-Kirche. Auch der Vorsitzende des örtlichen Kirchengemeinderates, Rolf Wiegand, ging in seiner Begrüßungsansprache auf den biblischen Text (Jesaja 60,1) ein und sprach die versammelten Musikfreunde an: „Machen auch Sie sich bitte weit auf für das, was Sie zu hören bekommen, bis zu dem Punkt, an dem wir sagen: Jetzt ist der Retter da.“

Die Darbietungen des Chores wurden unterstützt und ergänzt durch Beiträge seiner Solisten: Anita und Lena Boysen sowie Barbara Geske-Fahnenschmidt (Sopran), Bärbel Fikau und Heike Reimers (Alt), Christel Johannsen (Tenor) und Christiane Jürgensen (Gitarre). Mit von der Partie war auch wieder einmal das konzerterfahrene „Instrumental-Ensemble Volker März“ mit dem Namensgeber an der Truhenorgel, Gudrun von Hielmcrone (Flöte), Hubert Lürkens (Oboe), Barbara Mathies (Violine und Viola), Brigitte Ullrich (Violine und Flöte), Sören Ullrich (Violine) sowie Anja Schröder (Violoncello).

Als erster Chorsatz erklang die feierliche, sauber intonierte Komposition „Hoch tut euch auf, ihr Tore der Welt“ von Christoph Willibald Gluck, gefolgt vom zarten Adventslied „Maria durch ein’ Dornwald ging“, bei dem der Instrumentalkreis sich mit einem klangschönen Vorspiel vorstellte und anschließend den Chor begleitete. Die Wiedergabe des Gemeindeliedes „Macht hoch die Tür“ teilten sich strophenweise der – mal a cappella agierende, mal instrumental begleitete – Chor und die Zuhörer, die auf diese Weise ins musikalische Geschehen aktiv einbezogen wurden. Daran an schloss sich das von Barbara Geske-Fahnenschmidt, Bärbel Fikau und Volker März makellos interpretierte Duett „Gelobet sei der da kommt“ für Sopran, Alt und Orgel vom frühbarocken Meister Dedekind. Auch das Sopran-Solo „Er weidet seine Herde“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel, gesungen von Barbara Geske-Fahnenschmidt, wusste sehr zu gefallen.

Mit „Gabriel’s Oboe“ machte Hubert Lürkens als Solist einen interessanten Abstecher in die Welt des Filmkomponisten Ennio Morricone, der sich auch als „in Kammermusik zu Hause“ erwies. Eindrucksvoll bewährte sich Barbara Mathies (Viola) bei ihrer Interpretation des 1. Satzes aus dem Bratschenkonzert c-moll von Henri-Gustave Casadesus. Viel Freude strahlten die von Christiane Jürgensen auf der Gitarre begleiteten Chorsätze „In stiller Nacht“ und „Zerbrochen ist der Stab“ aus. Bei letzterem lösten sich der Hauptchor und ein kleines, mit den Volkalsolisten besetztes Ensemble effektvoll gegenseitig ab. Eingestreut in das umfangreiche Musikprogramm waren drei nachdenklich stimmende Lesungen, dargeboten von Inge Friedrichsen, Leena Roth und Rolf Wiegand.

Nachdem das Instrumentalensemble eine anrührende „Pastorale“ von Charles Wesley zu Gehör gebracht hatte, wiesen der Chor und das Instrumentalensemble Nordfriesland als Vielsprachenland aus, indem sie Advents- und Weihnachtslieder in hoch- und plattdeutscher, friesischer und dänischer Sprache vortrugen. Gemeinsam gestalteten sie auch das aus Polen stammende Lied „Als die Welt verloren“ und die englische Volksweise „Christstern über Bethlehem“, bevor das unmittelbar zu Gemüte gehende Weihnachts-Wiegenlied „Ave Maria“ in einem Satz von John Rutter das Programm abrundete.

Nach dem lebhaften Schlussapplaus der Zuhörer stimmten alle Versammelten gemeinsam das Lied „Oh, du Fröhliche“ an.





zur Startseite

von
erstellt am 28.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen