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Musical „Felicitas Kunterbunt“: Kleine Bühnenstars werben für mehr Toleranz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 05.Jun.2016 | 17:56 Uhr

Eine bunte Show rund um ein musikalisches Märchen um Toleranz und Miteinander: Rund 50 Kinder zeigten sich bei der Aufführung von „Felicitas Kunterbunt“ in der Mensa der FPS als echte Bühnenstars. Der Verein Musical4Kids war extra gegründet worden, um vor einem dreiviertel Jahr das Unternehmen zu starten. Von der VR-Bank gab es finanzielle Unterstützung. Die Idee dazu hatte die Musiklehrerin Constance Vogel, die mit Sabine Wulff (Kostüme/Bühnenbild) und Gabriele Kuhlmann, Chorleiterin der Kreismusikschule, kompetente Unterstützung bekam.

Die Kinder hatten sich im Herbst in der Mensa beworben, bei dem Casting fiel niemand durch. Und so hatten die Eltern einen neuen Termin auf dem Zettel. Denn die sechs bis dreizehnjährigen Kinder kommen aus dem ganzen früheren Kreisgebiet. Dienstagabend war Termin – am Ende wurde auch am Wochenende intensiv geprobt.

Die Mühe hat sich gelohnt, die Aufführung wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Hervorragend das selbst gebaute Bühnenbild, ein Kinderzimmer. Ganz entzückend die Kostüme, die Kleinen sahen hinreißend aus. Zur Geschichte: In einer Riesen-Spielzeugtruhe eines Kindes leben Puppen und Kuscheltiere friedlich zusammen. Alle Tier-Rollen werden von Kindern gespielt: ein Bär, ein Hamster, ein Fuchs – und es gibt einen pfiffigen Detektiv. Alles geht seinen Gang, bis eines Tages eine neue Mitbewohnerin auftaucht – Felicitas. Die Neue wird schnell ausgegrenzt, weil sie anders ist. Felicitas Versuche, bei den Tieren Freunde zu finden, scheitern kläglich. Da greift Zauberer Rabador, ein. Ihm gefällt das Vorgehen nicht. Er versperrt daher die Truhe mit einem magischen Zauberschloss, will eine Lehre erteilen: gemeinsames Handeln und Freundschaft als Ziel der Erkenntnis.

Die Tiere sind ratlos. Was tun? Felicitas und Franz Findig, der Detektiv, machen nun mit Hilfe eines Zauberbuchs eine Reise um die Welt, um von jedem Kontinent der Erde ein Stück für einen geheimnisvollen Schlüssel zusammenzutragen. Auf ihrem Abenteuer begegnen sie wilden Piraten, stolzen Indianern, einem weisen Drachen und manchem mehr. Die Handlung geht flott voran, wird immer wieder für Gesangseinlagen unterbrochen. Köstlich ist der kleine Bär, der für viel Heiterkeit sorgte. Frech und überzeugend der Detektiv Franz Findig. Sehr dominant der Hamster, der Felicitas immer wieder ablenkt.

Aber auch die anderen Darsteller schöpften aus dem Vollen. Sie spielten wie alte Bühnenhasen, die Dialoge klappten. Constance Vogel stand als Unterstützung am Bühnenrand, leitete hin und wieder die Aktionen mit Handbewegungen an. Gabriele Kuhlmann dirigierte derweil den schwungvollen jugendlichen Chor der Kreismusikschule. Stimmlich passte es auch hier, das Publikum geizte nicht mit spontanem Beifall. Trotz sommerlicher Hitze war die Mensa gut besucht – das Ereignis wollten sich vor allem die Familienangehörigen nicht entgehen lassen.

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