Festwochenende : Muscheltage mit viel Musik

Muscheln satt: Mehr als 1000 Portionen wurden verzehrt.
Muscheln satt: Mehr als 1000 Portionen wurden verzehrt.

Freunde des Festes rund um die dunklen Schalentiere ließen sich ihre Genusslaune durch den Regen nicht vermiesen.

shz.de von
13. August 2018, 07:39 Uhr

Mit heftigen Regenfällen begannen die 20. Dagebüller Muscheltage. Und doch war das alte Parkhaus von Klaus Schmidt gleich hinter dem Dagebüller Deich sofort nach der Eröffnung der Muscheltage mit hungrigen Besuchern gefüllt. Niemand wollte sich dies Dagebüller Festessen entgehen lassen, als die ersten Muschelportionen über den Tresen gereicht wurden – gebraten, gekocht oder sogar gemischt mit Krabben – für jeden Besucher ganz nach seinem eigenen Geschmack.

Es dauerte nicht lange bis die ersten blauen Flecken am Himmel sich mit Regenschauern abwechselten. Die dunkle Wolkendecke brach immer wieder auf, der heftige Südwestwind blies viele dunkle Wolken am Nachmittag einfach davon. Genau darauf hatten offenbar viele Gäste und Einheimische gewartet. Denn nun strömten sie in immer größer werdender Zahl hinter den neuen Dagebüller Klimadeich.

Bis zum Ende der zweitägigen Dagebüller Traditionsveranstaltung wurden auch in diesem Jahr wieder mehr als tausend Portionen bester Muschelqualität verzehrt. Und was das Interessante ist: Selbst Menschen, die keine Muscheln mögen, zog es zu den Muscheltagen nach Dagebüll. Auch für sie war vorgesorgt. Mehrere Imbissstände boten von Fischbrötchen bis Grillwürstchen alles an, was Muschel-Ignoranten schmecken könnte.

Zusätzlich zum Gaumengenuss erfreute ein buntes Rahmenprogramm die Besucher – obwohl es auch technische Probleme gab. Der elektrische Strom fiel aus, sodass sich die „Blauen Jungs“ von der Freiwilligen Feuerwehren Emmelsbüll und Horsbüll entschlossen, mit ihren kräftigen Männerstimmen a cappella zu singen, bis Klaus Schmidt und sein Team den Fehler behoben hatten. Gleichzeitig freuten sich Kinder in der Bushalle über das Puppenspiel „Kalle im Glück“, in dem ein ausgesetzter Hund ein neues Zuhause findet.

Pa’s Brass Band am Nachmittag und der Niebüller Shanty Chor am Abend setzten weitere Höhepunkte für die Zuschauer, von denen viele auf das große Feuerwerk „Föhr on Fire“ warteten. Dafür bot die Dagebüller Mole dann einen kostenlosen Logenplatz für diejenigen, die ausgehalten hatten.

Am zweiten Muscheltag unterhielten wieder die beliebten Musiker der Feuerwehrband aus dem dänischen Hoyer die erneut zahlreichen Muschel-Liebhaber im Parkhaus, während draußen die Verkaufsstände bei relativ beständigem Wetter bessere Umsätze erzielten als am ersten Tag. Auch den Urlaubern schienen die Muscheltage und die Musik aus Hoyer gefallen zu haben. So meinte eine Besucherin aus der Nähe von Wiesbaden im breiten Hessisch zu ihrer Tochter: „Hörst Du – die machen hier genauso Dicke-Backen-Musik wie daheim!“

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